Schweizer Bankenpräsident Herbert Scheidt
„Das ist Wirtschaft absurd“

PremiumDer neue Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung spricht über die Folgen der Niedrigzinsen, die Krise der Banken und über Schwarzgeld. Und er erklärt, warum er kein Verständnis für den Ankauf von Steuer-CDs hat.

ZürichAn diesem schönen Spätsommermorgen in Zürich ist Scheidt gut gelaunt. Und das liegt nicht nur daran, dass er vor wenigen Tagen einstimmig zum neuen Präsidenten der Schweizerischen Bankiervereinigung gewählt wurde. Er ist der erste gebürtige Deutsche auf diesem prestigeträchtigen Posten und das Amt somit das i-Tüpfelchen auf seiner langen Bankenkarriere. Beim Blick aus dem Fenster sieht der 64-Jährige den Zürichsee und die nahen Berge. Hier ist er heimisch geworden, seit acht Jahren ist er auch Schweizer Staatsbürger.

Herr Scheidt, Sie haben viele Jahre für die Deutsche Bank gearbeitet – im Ruhrgebiet, in Frankfurt, New York und Genf. Und Sie...

 
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