Schweizer Großbank
Credit Suisse verkauft Aberdeen-Anteil

Die Schweizer Großbank verkauft einen Anteil von sieben Prozent an der britischen Fondsgesellschaft. So soll vor allem das Eigenkapital aufgestockt werden. Der Erlös wird im dritten Quartal verbucht.
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Zürich/LondonDie Großbank Credit Suisse hat sieben Prozent an der britischen Fondsgesellschaft Aberdeen Asset Management verkauft. Wie hoch der Erlös für die 80,4 Millionen Aktien ausfiel, teilte die zweitgrößten Schweizer Bank am Dienstag nicht mit. Er soll im dritten Quartal verbucht werden. Eine Aberdeen nahestehende Person erklärte, die Aktien hätten am Montagnachmittag innerhalb von 15 Minuten zu Kursen zwischen 245 und 255 Pence den Besitzer gewechselt. Mit dem Verkauf kann Credit Suisse nicht nur den Gewinn aufbessern, sondern auch das Eigenkapital verstärken.

Credit Suisse hatte 2009 einen Teil ihres traditionellen Fondsgeschäfts an Aberdeen verkauft und im Gegenzug eine Beteiligung von 25 Prozent an der Gesellschaft übernommen, die damals rund 380 Millionen Franken wert war. In der Folgezeit bauten die Schweizer ihren Anteil schrittweise ab, und im Februar dieses Jahres sank der Anteil auf 9,8 Prozent von rund 20 Prozent Ende 2011.

Credit Suisse verbuchte im ersten Quartal 2012 im Zusammenhang mit dem Verkauf laut Geschäftsbericht einen Gewinn von 170 Millionen Franken (140 Millionen Euro) und eine Eigenkapital-Verbesserung um 200 Millionen Franken. Mitte Juni forderte die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Bank auf, bis zum Jahresende ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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