Schweizer Großbank UBS
US-Wahlen machen Kunden nervös

Hohe Barreserven und Angst vor Marktturbulenzen: Die US-Wahl verunsichert nach Einschätzung der Schweizer Großbank UBS viele vermögende Kunden. Dabei beäugen die Anleger beide Kandidaten ähnlich skeptisch.

New YorkDie Unsicherheit über den Ausgang der anstehenden Präsidentenwahlen verschreckt nach Einschätzung der UBS viele vermögende Kunden in den USA. Sie würden rekordhohe Barreserven halten, weil sie bei möglichen Marktturbulenzen Angst um ihre Ersparnisse hätten, sagte UBS-Manager Bob McCann zu Reuters. Zwar seien die Investoren zuversichtlich, was die Wirtschaftsentwicklung anbelange, sagte der Chairman des Amerika-Geschäfts der Schweizer Großbank. Weil aber das Ergebnis der für 8. November vorgesehenen Wahlen so ungewiss sei, würden sie vor Investitionen zurückscheuen. Sie blieben lieber an der Seitenlinie, um keine Verluste zu riskieren.

Grund für die Verunsicherung vieler vermögender Kunden sind auch die Aussagen der beiden Präsidentschaftsbewerber Hillary Clinton und Donald Trump zu ihren Plänen – etwa im Pharma-Sektor, bei Finanzreformen oder Handelsabkommen.

McCann zitierte aus einer Umfrage der Großbank unter sehr vermögenden Kunden: Sie habe ergeben, dass 84 Prozent von ihnen erwarten, dass die US-Wahlen einen signifikanten Einfluss auf ihre Finanzkraft haben werde. Einige von ihnen hätten bereits in der Finanzkrise große Verluste erlitten und hielten nun immer noch mindestens 25 Prozent ihres Vermögens in bar. Für Vermögensverwalter wie die UBS sind das keine guten Vorzeichen – denn sie profitieren von regen Handelsaktivitäten ihrer Kunden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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