Schweizer Großbank
Verfahren gegen Ex-UBS-Händler vertagt

Schlichte Fehlkalkulation oder Betrug und Urkundenfälschung? Diese Frage beschäftigt ein Londoner Gericht im Falle des Ex-UBS-Händlers Kweku Adoboli länger als erwartet. Die Verhandlung wurde am Dienstag erneut vertagt.
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ZürichIm Verfahren gegen den wegen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagten früheren Londoner Händler der Schweizer Großbank UBS kommt es erneut zu einer Verzögerung. Auf Antrag der Verteidigung vertagte der zuständige Richter die Verhandlung am Dienstag auf den 30. Januar. Dann, so erklärte der Richter weiter, müsse sich der 31 Jahre alte Kweku Adoboli endgültig zu den Vorwürfen äußern und erklären, ob er sich schuldig bekenne oder nicht.

Die Verteidigung hatte geltend gemacht, sie brauche mehr Zeit, um sich in den Fall einzuarbeiten. Adoboli hatte erst kürzlich den Rechtsbeistand gewechselt. Bei zwei früheren Gerichtsterminen hatte sich der Ex-Händler nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er ließ seinen Verteidiger lediglich erklären, er könne nicht in Worte fassen, wie sehr er bedauere, was passiert sei. Er stehe den Folgen seiner Fehlkalkulationen fassungslos gegenüber.

Adoboli, der im September verhaftet worden war, soll bei der größten Schweizer Bank mit nicht zulässigen Handelstransaktionen einen Schaden von rund 2,3 Milliarden Dollar verursacht haben. Er hatte bei UBS im Rang eines Direktors im Handel mit Exchange Traded Funds (ETF) gearbeitet. Der Handelsskandal führte zum Rücktritt des damaligen UBS-Chefs Oswald Grübel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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