Sex-Party von Ergo
Bitte keinen Prozess!

PremiumSeit fünf Jahren beschäftigt eine zweifelhafte Motivationsreise des Versicherers Ergo die Justiz. Der findet die strafrechtliche Aufarbeitung der Sex-Party nun „nicht mehr sinnvoll“ – und beziffert den Schaden auf null.

DüsseldorfDer Versicherungskonzern Ergo hat bei der Aufarbeitung seiner berüchtigten Budapest-Reise offenbar seine Strategie geändert. In vier Wochen sollen sich vor dem Landgericht Hamburg zwei Männer verantworten, die 2007 eine rauschende Sex-Party in der historischen Gellert-Therme organisierten. Die Anklage lautet auf schwere Untreue und Beihilfe zur Untreue. Jetzt zeigen Recherchen des Handelsblatts: Das Unternehmen, das 2011 selbst Anzeige wegen der Exzesse stellte, will von einem Prozess mittlerweile nichts mehr wissen.

„Aus Sicht der Ergo ist kein im Jahr 2016 noch ins Gewicht fallender kompensationsfähiger Schaden im Strafverfahren zu berücksichtigen“, bestätigt Ergo-Sprecherin Uta Apel. Ziel der Anzeige sei lediglich gewesen, „den...

 
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