Siegerin der Landesbanken
Helaba profitiert von West-LB-Übernahme

Die West LB hatte nach dem Kollaps der Finanzmärkte große Probleme, deshalb wurde sie 2012 zerschlagen. Ein Profiteur ist die Hessische Landesbank, im Jahr 2013 wuchs ihr Geschäft dank neuer Kunden enorm an.
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FrankfurtFür die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zahlt sich die Übernahme von Teilen der zerschlagenen West LB zunehmend aus. Die Helaba baute ihren Gewinn im vergangenen Jahr um elf Prozent 354 Millionen Euro aus und fuhr damit 2013 den höchsten Überschuss aller Landesbanken ein. Zudem hat die Bank seit 2011 einen mittleren dreistelligen Millionen-Betrag als zusätzlichen Risikopuffer zurückgelegt. Die Kernkapitalquote stieg im vergangenen Jahr um 1,6 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent. Das Frankfurter Geldhaus fühle sich damit für den Gesundheitscheck der europäischen Aufsichtsbehörden „gut vorbereitet und gut aufgestellt“, erklärte die Helaba am Donnerstag.

Die Bank profitierte im vergangenen Jahr von ihrem gewachsenen Einflussbereich – die Helaba ist nach der Übernahme von Teilen der West LB 2012 als Zentralbank für rund 40 Prozent aller Sparkassen in Deutschland zuständig. Zudem gewann sie im Zahlungsverkehr große Kunden in Nordrhein-Westfalen und übernahm die florierende Zertifikate-Plattform der Düsseldorfer Bank. Zudem verlieh der Helaba – wie den Konkurrenten Aareal Bank und Pfandbriefbank – das brummende Geschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung Rückenwind.

Belastet wurde das Ergebnis dagegen durch eine höhere Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie gestiegene Verwaltungsaufwendungen. Das Handelsergebnis lag mit 339 Millionen Euro zwar über den Planungen der Helaba, fiel jedoch deutlich geringer aus als 2012, als die Märkte stark von der Entspannung der Euro-Schuldenkrise profitierten. Der Vorsteuergewinn fiel somit auf 510 Millionen Euro und lag damit zwei Millionen Euro unter dem Rekordniveau des Vorjahres.

Das erste Quartal 2014 sei insgesamt gut gelaufen, sagte Helaba-Chef Hans-Dieter Brenner. Er erwartet im laufenden Jahr stabile Erträge, das Konzernergebnis werde aber unter dem Niveau von 2013 liegen. Dies liege an den steigenden Belastungen durch die Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie an den niedrigen Zinsen. Zudem rechnet Brenner damit, dass der Rückenwind an den Kapitalmärkten 2014 weiter nachlassen wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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