Sparprogramm greift
Krisenbank IKB verringert Verluste

Die IKB setzt auf das Kreditgeschäft mit dem Mittelstand. Die Margen verbessern sich, heißt es von der einstigen Krisenbank. Doch auch wenn das Minus kleiner ausfällt, sind Gewinne erst wieder mittelfristig drin.
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FrankfurtSinkende Gebühren für den Bankenrettungsfonds Soffin und erste Erfolge des Sparprogramms: Die einstige Krisenbank IKB sieht allmählich wieder Licht am Ende des Tunnels. Das Institut konnte seinen Nettoverlust im ersten Halbjahr (April bis September) des Geschäftsjahres 2012/13 auf 78 Millionen Euro verringern von 312 Millionen vor einem Jahr.

Das Düsseldorfer Institut traut sich zwar weiterhin erst mittelfristig wieder Gewinne zu, wie es am Mittwoch bekräftigte. Doch die Rückbesinnung auf das Kreditgeschäft mit dem Mittelstand zahle sich zunehmend aus, die Margen verbesserten sich.

Die IKB, heute im Besitz des US-Finanzinvestors Lone Star, war 2007 als erste deutsche Bank in der Finanzkrise an den Rand des Zusammenbruchs geraten, weil sie sich mit US-Ramschhypotheken verspekuliert hatte. Neben einer milliardenschweren Kapitalspritze ihres damaligen Großaktionärs, der staatlichen Förderbank KfW, hatte sie zehn Milliarden Euro an Soffin-Garantien in Anspruch genommen.

Davon sind heute dank vorzeitiger Rückgaben und Fälligkeiten nur noch 750 Millionen übrig, wodurch die IKB weniger Provision an den Soffin zahlen muss. Bei der Refinanzierung setzt sie inzwischen auch auf Spareinlagen und lockt mit hohen Zinsen für Tagesgeld-Einlagen.

Der zu Jahresbeginn angekündigte Abbau von rund 200 Stellen nimmt ebenfalls an Fahrt auf: Im Berichtszeitraum sank die Zahl der Mitarbeiter um 69 auf 1483, das brachte Einsparungen von rund drei Millionen Euro. Aussicht auf einen baldigen Ausstieg hat Lone Star trotz der Erfolge nicht, denn im derzeitigen Krisenumfeld gibt es kaum Käufer für Banken.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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