Sprachassistent
Deutsche Bank ermöglicht Überweisungen per Siri

Mit Sprachbefehlen wie „Hey Siri, überweise zehn Euro an Marie“ können ab sofort auch die Kunden der Deutschen Bank ihre Überweisungen vereinfachen. Das Geldinstitut setzt damit auf einen großen Technologietrend.
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FrankfurtMal schnell eine Überweisung rausschicken, dabei bekommen Deutsche-Bank-Kunden ab sofort Hilfe von Apples Sprachassistentin Siri. Wer ein iPhone und die aktuelle Deutsche-Bank-App nutzt, kann Überweisungen jetzt auf Zuruf anstoßen. „Hey Siri, überweise zehn Euro an Marie Müller für Abendessen“, könnten die Zauberworte lauten.

Siri erkenne den Empfänger, den Verwendungszweck und den Betrag, erklärt Michael Koch, Leiter Onlinebanking für Privat- und Firmenkunden, dem Handelsblatt. Für die Kontodaten würden die Freundesliste und die gespeicherten Überweisungsvorlagen durchsucht. Die auf diese Art ausgefüllte Überweisung muss dann noch mit den üblichen Schritten per Tan autorisiert werden.

Die größte deutsche Bank folgt mit der neuen App-Funktion einem Trend. So zeigte kürzlich eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom, dass sechs von zehn Nutzer ihr Smartphone per Spracheingabe steuern. Besonders beliebt sei das bei den Jüngeren. Demnach nutzen bereits 70 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Sprachassistenten wie Siri. Doch auch bei den Befragten jenseits der 65 Jahre setzt knapp jeder Dritte auf Spracheingaben. Am häufigsten kommt die Technologie laut Umfrage beim Anrufen von Kontakten zum Einsatz. Gerne würden darüber auch Textnachrichten verfasst oder Suchanfragen gestartet.


„Wir nutzen die Technologie, um das mobile Banking für unsere Kunden noch einfacher zu machen“, sagt Deutschbanker Koch. Weitere Sprachbefehle sollen in späteren Updates der App folgen. Pionier ist die Bank mit ihrem sogenannten Siri-Kit aber nicht. Auch die Fintech-Bank N26, die Direktbank DKB und die Postbank haben die Funktion schon in ihre Banking-Apps integriert.

Zu den technischen Voraussetzungen gehört bei allen Sprach-Überweisungen, dass die Kunden das aktuelle Apple-Betriebssystem iOS10 installiert haben. Außerdem müssen die Kontodaten der Kontakte gespeichert oder entsprechende Überweisungsvorlagen vorhanden sein.

Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

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