Standard Chartered
Britische Bank favorisiert Frankfurt

Mit Standard Chartered bekennt sich das erste britische Geldhaus zu Frankfurt. Um nach dem Brexit den Zugang zur EU zu wahren, soll in Hessen eine Zentrale aufgebaut werden. Weitere Banken scheinen eine Frage der Zeit.
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LondonDie britische Bank Standard Chartered will Frankfurt zu seiner europäischen Basis ausbauen und sich damit den Zugang zur Europäischen Union nach dem Brexit sichern. „Wir wollen eine Tochtergesellschaft in der EU aufbauen, um sicherzustellen, dass wir vorbereitet sind“, sagte Chairman Jose Vinals am Mittwoch bei der Jahreshauptversammlung in London. „Die Wahl Frankfurts ist natürlich, da wir dort eine Niederlassung haben und da auch das Euro-Clearing machen.“ Deshalb sei man bereits mit den Aufsichtsbehörden im Gespräch.

Nach einem EU-Austritt brauchen in Großbritannien ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Lizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. Frankfurt gehört neben Paris, Mailand, Amsterdam, Dublin und Luxemburg zu den Zentren, die sich Hoffnung auf den Zuzug von Geldhäusern, Vermögensverwaltern und Investmenthäusern machen. Experten zufolge haben die Hessen gute Chancen, Institute zu gewinnen – schließlich sitzt in Frankfurt mit der EZB die oberste Bankenaufsicht der Euro-Zone.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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