Steuerabkommen
Schweizer Banken legen bei Abgeltungssteuer drauf

Die Abgeltungssteuer mit Großbritannien wird für Schweizer Banken teuer: Die Garantiezahlungen der Schweizer Banken sind zu hoch ausgefallen. Credit Suisse rechnet mit einer Gewinnbelastung von bis zu 90 Mio. Franken.
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ZürichBritisches Schwarzgeld wird für Schweizer Banken zum Schluss noch zu einem Verlustgeschäft. Die Schweizer müssen draufzahlen, weil eine in einem Steuerabkommen mit den Briten vereinbarte Vorauszahlung von 500 Millionen Franken (400 Millionen Euro) zu hoch ausfiel.

Die bei den britischen Bankkunden tatsächlich eingesammelte Beträge reichen wahrscheinlich nicht aus, um die Summe aufzubringen, wie der Bankenverband am Freitag mitteilte.

Das im vergangenen Jahr abgeschlossene britisch-schweizerische Steuerabkommen sieht vor, dass Banken bei britischen Steuersündern eine einmalige Abgeltungssteuer einziehen und anonym an den britischen Fiskus überwiesen. Das bisherige Schwarzgeld ist dann legalisiert. Um ihren guten Willen unter Beweis zu stellen, überwiesen die Banken Anfang Jahr schon einmal ein halbe Milliarde Franken an das Finanzministerium in London.

Dass die tatsächlichen Einnahmen nun wahrscheinlich nicht reichen, um die Vorauszahlung zu decken, liegt nach Angaben des Bankenverbandes daran, dass sich viele britischen Steuersünder selbst anzeigten und nicht mehr auf eine anonyme Abgeltungssteuer angewiesen waren.

Zudem unterlägen mehr Kunden als ursprünglich geschätzt nur einer beschränkten Steuerpflicht. Andere hätten ihr Geld in Drittländer verlegt und von dort aus bei der britischen Steuer angemeldet. Seit einigen Jahren besteht zwischen Großbritannien und dem Fürstentum Liechtenstein ein spezielles Abkommen, das britischen Steuersündern eine günstige Selbstanzeige ermöglicht.

Anzeichen dafür, dass Steuersünder in andere Steueroasen geflohen und ihr Geld weiterhin versteckt halten, gebe es nicht, so der Bankenverband weiter.

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Zweistellige Millionenverluste

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