US-Banken mit Quartalszahlen
Bank of America kehrt in Gewinnzone zurück

Die Nummer zwei der amerikanischen Banken ist im vierten Quartal in die Gewinnzone zurück gekehrt. Die Bank of America verdiente im Schlussquartal rund zwei Milliarden Euro. Morgan Stanley musste einen Verlust hinnehmen.
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New YorkDie Bank of America hat im vierten Quartal einen Gewinn von zwei Milliarden Dollar verzeichnet. Der verwässerte Gewinn je Aktie habe bei 0,15 Dollar gelegen, teilte das US-Finanzinstitut am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit diesem Ergebnis gerechnet. Der Problemfall unter den US-Großbanken konnte dieses Ergebnis nicht nur dank milliardenschwerer Verkäufe - etwa von Anteilen an der China Construction Bank - erreichen.

Im Vorjahreszeitraum hatte bei der Bank of America noch ein Fehlbetrag von 1,2 Milliarden Dollar zu Buche geschlagen. Die Einnahmen beliefen sich im vierten Quartal auf 24,9 Milliarden Dollar. Die Abschreibungen betrugen netto 4,05 Milliarden Dollar.

Allerdings leidet auch die Bank of America unter den Turbulenzen auf den internationalen Kapitalmärkten angesichts der Schuldenkrise. Die Investmentbanking-Sparte Merrill Lynch lag im Minus. Erleichterung gab es dagegen im Privatkundengeschäft, in dem die Kreditnehmer ihre Raten wieder zuverlässiger zahlen.

„Wir gehen stärker und effizienter ins Jahr 2012 hinein“, sagte Bankchef Brian Moynihan am Donnerstag in New York. Der Manager hatte einen groß angelegten Umbau angestoßen, bei dem auch 30.000 Jobs wegfallen. Die Anleger waren von den Zahlen angetan, da sie über den Erwartungen lagen. Vorbörslich stieg die Aktie um mehr als vier Prozent.

Die Bank of America leidet – ebenso wie Konkurrent Citigroup – unter den Nachwehen der Finanzkrise. Die Nummer zwei der Branche ist in unzählige teure Rechtsstreitigkeiten verheddert. Weil Anleger fürchten, diese könnten noch teurer werden, war die Aktie der Bank im vergangenen Jahr mit gut 58 Prozent Minus das Schlusslicht im Dow Jones. Mit Spannung erwarten Analysten Antworten auf die Frage, wie das Management damit umgehen wird.

Um die Kapitalbasis zu stärken, hatte das Management zuletzt den Verkauf weiterer Vermögenswerte erwogen. Das Geldhaus denke über entsprechende Schritte nach, da es seinen Rivalen bei der Erfüllung neuer Kapitalvorschriften hinterherhinke, hieß es in Bankenkreisen. Die Bank könnte sich etwa wie die Konkurrentinnen von ihren Back-Office-Aktivitäten in Indien trennen. Möglich sei auch der Verkauf von Immobilien.

Die gesamte Branche steht in den USA unter erheblichem Druck. Erst gestern hatte Goldman Sachs einen Gewinneinbruch von rund 60 Prozent verkündet. Alle Banken reagieren mit Sparmaßnahmen auf die Lage: Sie kündigten die Streichung von über 60.000 Stellen an, wie die Beratungsfirma Challenger, Gray & Christmas ermittelt hat.

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