US-Notenbank
Weiterer Währungshüter signalisiert Zinserhöhung im März

Ein weiterer US-Währungshüter hat eine Zinserhöhung im März signalisiert. Laut Jerome Powell gebe es für eine Anhebung gute Argumente. Die anfangs skeptischen Finanzmärkte stellen sich ebenfalls darauf ein.
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WashingtonDer US-Währungshüter Jerome Powell reiht sich in den Chor der Stimmen in der Notenbank (Fed) ein, die eine Zinserhöhung im März signalisieren. Eine solcher Schritte stehe für Mitte des Monats „zur Debatte“, betonte der Fed-Direktor am Donnerstag im Gespräch mit dem Sender CNBC. Für eine Anhebung gebe es gute Argumente. Nach mehreren Chefs regionaler Fed-Ableger hatte zuvor auch die als besonders vorsichtig geltende Direktorin Lael Brainard eine Straffung im März angedeutet. Dank anziehender Weltwirtschaft und verbesserter Bedingungen in den USA sei eine Erhöhung schon bald denkbar.

Die anfangs skeptischen Finanzmärkte stellen sich nunmehr fest auf die erste Anhebung ein, seit der neue Präsident Donald Trump im Januar ins Amt eingeführt wurde: Die Wahrscheinlichkeit dafür wird von Händlern mittlerweile auf 75 Prozent taxiert. Die Fed hat den Leitzins im Dezember auf das aktuelle Niveau von 0,5 bis 0,75 Prozent gehievt und drei Schritte nach oben für 2017 ins Auge gefasst. Mit einer raschen Erhöhung kann sich die Fed Spielraum dafür schaffen, im weiteren Jahresverlauf nachzulegen. Insbesondere die Pläne Trumps, die brummende Konjunktur mit Steuersenkungen und Billioneninvestitionen noch stärker auf Touren zu bringen, weckt in der Notenbank die Furcht vor einer Überhitzung der Wirtschaft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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