Verkauf der HSH Nordbank
NordLB zeigt die kalte Schulter

Die Landesbank HSH steht zum Verkauf, um EU-Auflagen zu erfüllen. Unter anderem wurde die NordLB als potenzieller Käufer gehandelt. Kurz vor Ende der Angebotsfrist dementierte das Geldhaus jedoch die Übernahmegerüchte.
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HamburgBei der Suche nach einem Käufer muss die HSH Nordbank einen Rückschlag hinnehmen. Die NordLB machte am Freitag klar, dass sie kein Interesse an einer Übernahme des Nachbarn hat. „Wir werden kein Angebot abgeben“, sagte ein Sprecher am Freitag in Hannover. Ein Zusammenschluss mit einem Mitbewerber passe nicht in die Strategie der Landesbank. „Die NordLB ist nicht auf einem Wachstumskurs.“ Obwohl das Geldhaus in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Übernahmegerüchte zurückgewiesen hat, beteiligte es sich einem Insider zufolge an dem Interessebekundungsverfahren, der ersten Stufe des Verkaufsprozesses. Als erste hatte das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet.

Die Frist zur Abgabe unverbindlicher Kaufangebote endet am Freitag um Mitternacht. Bislang haben sich nach Angaben der HSH Nordbank mehr als zehn Interessenten gemeldet, um tiefer gehende Informationen über das Institut zu erhalten, das schwer unter der Schifffahrtskrise leidet. Bisher ist weder die genaue Zahl noch die Herkunft der potenziellen Käufer bekannt, mit denen die Haupteigner Hamburg und Schleswig-Holstein am Ende über einen Verkauf ihrer Anteile verhandeln wollen. Ob aus den unverbindlichen Anmeldungen am Ende ernsthafte Angebot werden, ist ebenfalls offen. Die Privatisierung sei „alles andere als ein Selbstläufer“, hatte Vorstandschef Stefan Ermisch am Donnerstag bei der Präsentation der Bilanz 2016 gesagt. Die HSH Nordbank muss auf Druck der EU-Kommission bis Ende Februar 2018 verkauft werden, sonst droht die Abwicklung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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