Verkauf von Firmenteilen
AIG will Tafelsilber plötzlich behalten

Beim verstaatlichten US-Versicherungskonzern American International Group deutet sich nach dem massiven Verkauf von Firmenteilen eine Trendwende an. Es geht um Milliardenbeträge.
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New YorkAIG-Chef Ben Benmosche sagte am Freitag überraschend, AIG würde seinen 33-prozentigen Anteil am chinesischen Versicherer AIA Group am liebsten behalten und nicht verkaufen. AIG brachte AIA im vergangenen Jahr an die Börse und behielt ein Drittel des Unternehmens. Bei dem IPO wurde ein Erlös von 17,9 Milliarden Dollar erzielt.

Benmosche sagte, es könnte Alternativen zu einem Verkauf geben. So könnten andere Firmenteile veräußert werden, so dass sein Unternehmen einen Teil der AIA-Aktien behalten oder den Verkauf für mehrere Jahre hinauszögern könnte. Gemessen am Marktwert ist AIA einer der größten Versicherer in Asien. Seit dem Börsenstart im Oktober 2010 legte die Aktie an der Hongkonger Börse fast 35 Prozent zu, während AIG im selben Zeitraum 12,5 Prozent an Wert verlor.

Einer Zerschlagung von AIG erteilte Benmosche am Freitag erneut eine Absage. Der Konzern insgesamt sei mehr wert als die einzelnen Teile für sich genommen, sagte der Manager. AIG besteht inzwischen vor allem aus dem US-Lebensversicherer SunAmerica und dem weltweit tätigen Versicherungsunternehmen Chartis.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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