Von 14 auf 1,4 Prozent
Besitzerwechsel bremst Sarasins Wachstum

Im Jahr 2010 war die Schweizer Bank Sarasin noch um 14 Prozent gewachsen - 2011 waren es jedoch nur noch 1,4 Prozent. Das soll vor allem mit den Spekulationen um den Besitzerwechsel beim Geldhaus zusammenhängen.
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ZürichDer Wechsel des Hauptaktionärs hat das Wachstum der Bank Sarasin geschwächt. Im zweiten Halbjahr 2011 flossen bei der Schweizer Traditionsbank Kundengelder von 2,4 Milliarden ab. Im Gesamtjahr kam Sarasin noch auf ein Nettoneugeld von 1,5 Milliarden Franken, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 1,4 Prozent und liegt weit unter den 14 Prozent des Vorjahres und den Werten der Konkurrenz wie Vontobel oder Julius Bär.

Sarasin verwies auf die Verunsicherung der Kunden im Zusammenhang mit den wochenlang andauernden Spekulationen um einen Besitzerwechsel. Ende November hatte dann die brasilianische Safra den Zuschlag für die 150 Jahre alte Basler Gesellschaft erhalten. Die Kontrollmehrheit wird im Frühling von der niederländischen Rabobank an Safra übergehen. Als weiteren Grund für das schwache Wachstum nannte Sarasin Abzüge von nicht versteuerten Geldern.

Der Gewinn sank 2011 auf 92,5 Millionen Franken von 124,5 Millionen im Vorjahr. Neben den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Besitzerwechsel drückten die geringe Kundenaktivitäten und eine Abschreibung auf eine Beteiligung den Gewinn. Im laufenden Jahr wolle Sarasin auf den Wachstumspfad zurückkehren. Das Ziel, die verwalteten Vermögen bis 2015 auf 150 Milliarden Franken zu steigern, gelte weiterhin. Ende 2011 beliefen sich die von privaten und institutionellen Kunden verwalteten Vermögen auf 96,4 Milliarden Franken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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