Zins-Affäre
Bafin erhöht den Druck auf Geldhäuser

Die Finanzaufsicht Bafin hat nach Informationen der Süddeutschen Zeitung gegen vier deutsche Banken Sonderprüfungen wegen des Verdachts auf Manipulation des Zinssatzes Euribor eingeleitet. Der Druck steigt.
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DüsseldorfDie Deutsche Bank ist nicht mehr das einzige deutsche Geldinstitut, das im Zusammenhang mit Zinsmanipulationen im Visier der Finanzaufsicht steht. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat die deutsche Finanzaufsicht Bafin gegen vier deutsche Banken Sonderprüfungen eingeleitet. Sie stehen im Verdacht, den Interbankenzinssatz Euribor manipuliert zu haben. Bei der WestLB werden zudem mögliche Manipulationen des Zinssatzes Libor untersucht.

Die Deutsche Bank steht doppelt unter Druck: Die SZ will erfahren haben, dass das größte deutsche Geldhaus sowohl beim Libor als auch beim Euribor im Visier der Finanzaufsicht steht. Die Deutsche Bank wollte sich zu den laufenden Untersuchungen nicht äußern.

Neben der Deutschen Bank und der WestLB waren die Landesbank Berlin, die BayernLB, die Commerzbank, die genossenschaftliche DZ Bank, die LBBW, die Helaba und die NordLB von der Bafin aufgefordert worden, sich schriftlich zu bestimmten Fragen der Aufsichtsbehörde zu äußern. Nun soll aber der Rücklauf bei zwei der genannten Banken so schwach gewesen sein, dass sich die Bafin veranlasst sah, im Rahmen einer Sonderprüfung ihre eigenen Ermittler loszuschicken.


Noch ist nicht absehbar, wann die ersten Ergebnisse der Ermittlungen vorliegen. Ein Insider berichtet, dass man in den bisherigen Daten bereits Anhaltspunkte für Manipulationsversuche gefunden habe. Die Bafin wollte sich konkret zu einzelnen Banken nicht äußern.

Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
Anis Micijevic
Handelsblatt / Spätdienst Online + Mobile

Kommentare zu " Zins-Affäre: Bafin erhöht den Druck auf Geldhäuser"

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  • Dachten Sie an die Manager der Deutschen Bank oder an die Aufseher, die nicht hinschauten?

  • Das Ausmaß des Betrugs wird erst dann deutlich wenn man sich außerhalb der Mainstream Presse begibt. Wen interssiert's ob er Josef Ackermann, Jürgen Fitschen oder Anshu Jain heisst, der Mafiaboss der Deutsche Bank Banditen. Ganz zu schweigen vom Oberzahlendreher der EZB, ehemaliger leitender Angestellter von Goldman Sachs, die Bank die Griechenland durch Derivatenbetrug in die EU gehievt hat und jetzt die deutsche Steuerzahler langsam bluten lässt für seine HedgeFonds Freunde etc..

    Die Bafin ist ein zahnloser Tiger, nur drastische, umgesetzte Haftstrafen von Minimum 10 Jahren helfen hier

  • Weshalb heute erst?
    Weshalb hat die BaFin nicht früher geprüft?

    Dies zu erhellen, wäre doch wirklich einen Untersuchungsausschuss wert. Und Wetten, dass niemand daran kein Politiker ein Interesse hat?

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