Zinsskandal-Untersuchung
Deutsche Bank will ihr Management freisprechen

Die interne Untersuchung des Liborskandals dürfte ergeben, dass zwei Ex-Mitarbeiter auf eigene Faust handelten. Ein Versagen der Führung gebe es laut Insidern nicht. Wann der Bericht veröffentlicht wird, ist unklar.
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FrankfurtDer neue Deutsche -Bank-Chef Anshu Jain kann im Skandal um Zinsmanipulationen durchatmen: In seiner internen Untersuchung der Affäre hat das größte deutsche Geldhaus bislang keine Anzeichen für eine Mitschuld der Führungsebene gefunden. Die seit einem Jahr laufende Prüfung habe ergeben, dass zwei Händler mutmaßlich in die Tricksereien verwickelt seien, sagten mehrere mit den vorläufigen Ergebnissen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Beide Händler seien bereits im vergangenen Jahr suspendiert worden und hätten das Institut verlassen. „Die interne Untersuchung hat bislang keine Hinweise auf ein institutionelles Versagen ergeben“, sagte ein Insider. Die beiden früheren Mitarbeiter hätten auf eigene Faust gehandelt - ohne Anweisung von oben.

Der neue Co-Vorstandschef Jain ist wegen des Skandals, der weltweit mehr als ein Dutzend Großbanken betrifft, in der Politik unter Beschuss geraten. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) forderte im Handelsblatt eine rasche Aufklärung: „Die Deutsche Bank muss reinen Tisch machen und zwar schnell. Die Vorwürfe sind schwerwiegend.“

Jain stand zur Zeit der Zinsmanipulationen von 2005 bis 2009 an der Spitze des Investmentbankings. Er hat sich noch nicht zu dem Skandal geäußert. Die interne Prüfung zeige nun, dass er wie andere Top-Manager nichts von dem mutmaßlichen Fehlverhalten der Händler gewusst habe, heißt es in Finanzkreisen. Auch aus dem Aufsichtsrat ist zu hören, Jain sitze fest im Sattel.

Ihre Erkenntnisse hat die Bank bereits den ermittelnden Behörden mitgeteilt. Die Regulierer gehen rund um den Globus Hinweisen nach, dass zahlreiche Händler zusammengearbeitet haben, um die Zinssätze zu manipulieren. In Deutschland steht insbesondere der Branchenprimus im Visier: Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat eine Sonderprüfung eingeleitet - Ergebnisse stehen noch aus.

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  • Nach eigener Angabe hat die Deutsche Bank für die Bonus-Ermittlung Indikatoren, die zeigen, ob ein Händler mit einer speziellen Strategie besonders erfolgreich war oder einfach nur Glück hatte. Und da soll es nicht auffallen, wenn zwei Kollegen überdurchschnittlich vom manipulierten Libor profitieren?

    Ich wette, die beiden haben einen goldenen Handschlag bekommen, selbstverständlich mit besonders restriktiver Verschwiegenheitserklärung.

  • ich wette, dass wurde von Oberbankster Ackermann angeordnet. (...) +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

  • Nunja, Island hat die mit älteste, echte Demokratie.

    dort werden Verräter der demokratischen Idee (...) ins Zuchthaus gesteckt, wenn sie das Volk betrügen wollen.(...)
    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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