Zweites Quartal
Allianz steckt Turbulenzen gut weg

Die vergangenen Monate waren für die Versicherer alles andere als einfach, dafür hat sich der Münchner Branchenriese wacker geschlagen.
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MünchenEuropas größter Versicherer Allianz hat die Turbulenzen des zweiten Quartals recht gut überstanden. Zwischen April und Juni verdiente der Konzern operativ 2,3 Milliarden Euro und damit so viel wie im Vorjahr, wie die Allianz am Freitag in München mitteilte. Unter dem Strich sank das Ergebnis wegen Belastungen aus der Griechenland-Krise um acht Prozent auf eine Milliarde Euro, der Umsatz gab von 25,4 auf 24,6 Milliarden Euro nach.

Händlern zufolge lagen die Zahlen etwas unter den Erwartungen der Investoren. Zum Handelsstart gab die Aktie des Dax-Konzerns in einem sehr schwachen Markt mehr als vier Prozent nach.

Trotz der extremen Nervosität an den Finanzmärkten bestätigte Konzernchef Michael Diekmann sein Ziel, im Gesamtjahr einen operativen Gewinn von 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Nach den ersten sechs Monaten lag das operative Ergebnis bei knapp vier Milliarden. „Dies sind sehr zufriedenstellende Ergebnisse“, sagte Diekmann.

Die Allianz zählt damit zu den Versicherern, die vergleichsweise gut durch das erste Halbjahr gekommen sind. Erdbeben, Wirbelstürme und die Griechenland-Krise hatten dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re dagegen rote Zahlen eingebrockt, wie der Konzern am Donnerstag einräumte. „Das erste Halbjahr war eine echte Herausforderung“, sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard. Dagegen hatten andere Branchengrößen wie Swiss Re und Axa starke Zahlen vorgelegt.

Brutto schrieb die Allianz die bisher mit 1,3 Milliarden Euro in den Büchern stehenden Griechenland-Papiere um fast die Hälfte ab, wie ein Sprecher sagte. Das habe das Ergebnis netto mit 326 Millionen Euro belastet. Der Konzern entschied sich dabei für eine radikale Wertberichtigung: Die Deutsche Bank etwa hatte nur die von den Wirtschaftsprüfern mindestens geforderten 21 Prozent abgeschrieben.

In der Sachversicherung profitierte die Allianz von einer geringeren Schaden-Kosten-Quote von 95,0 (Vorjahreszeitraum: 96,3) Prozent. Das sei einer der besten Werte seit Ende 2008, erklärte der Konzern. Naturkatastrophen - vor allem Tornados in den USA und Stürme in Deutschland - schlugen nur noch mit 174 Millionen Euro zu Buche.

Zu Jahresbeginn war die Branche von einer ganzen Serie von Erdbeben und Überschwemmungen gebeutelt worden. Das habe für die Versicherten zu höheren Preisen geführt, die sich auch im Ergebnis niederschlügen, sagte Finanzchef Oliver Bäte.

Bei ihren Finanzanlagen von 1,5 Billionen Euro litt die Allianz nach eigenen Angaben unter Wechselkursschwankungen. Sonst wäre das operative Ergebnis im Asset Management um 14,5 Prozent statt nur um 2,3 Prozent gestiegen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Till Hoppe
Till Hoppe
Handelsblatt / Europa - Korrespondent in Brüssel

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  • Diese aus Nachrichtenagenturen und PR-Abteilung übernommene Zahlenhuberei gepaart mit unkritisch abgedruckten Vorstandszitaten sowie irreführenden Überschriften und Vorspännen, dazu noch ein Hurra-Kommentärchen, das ist doch kein kritischer Journalismus. Wer wissen will, was bei der Allianz los ist, liest dazu genau den einen Absatz, der in Ihrem Dax-Marktbericht steht. Und schaut auf den Aktienkurs.

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