Ardo Hansson
EZB-Notenbanker rechnet mit Ende der Geldflut

EZB-Banker Ardo Hansson geht wegen verbesserter Konjunkturaussichten langsam von einer Eindämmung der Geldflut der Europäischen Zentralbank aus. Er mahnt aber zur Vorsicht: Bislang gebe es noch geopolitische Risiken.
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TallinnDie EZB steuert laut Estlands Notenbankchef Ardo Hansson wegen verbesserter Konjunkturaussichten langsam auf eine Eindämmung der Geldflut zu. „Die Frage ist nun, wie schnell die von der Zentralbank angebotene Unterstützung für die Konjunktur verringert werden kann, so dass eine positive Wirtschaftsentwicklung bewahrt bleibt“, sagte das EZB-Ratsmitglied der Zeitung „Postimees“ (Dienstagausgabe). Die Währungshüter kommen am 8. Juni in Tallinn zu ihrer nächsten Zinssitzung zusammen.

Alle würden darüber nachdanken, wie und wann der Übergang umgesetzt und kommuniziert werde, ergänzte Hansson. „Das muss sehr vorsichtig getan werden.“ Der Notenbanker verwies darauf, dass die geopolitischen Risiken für die Euro-Zone noch nicht verschwunden seien.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins seit längerem auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem pumpen die Euro-Wächter bereits seit März 2015 Woche für Woche über den Kauf von Staatsanleihen Milliarden in das Finanzsystem, um die Konjunktur und die Inflation anzuheizen. Manche Volkswirte halten es für möglich, dass die EZB nächste Woche in der estnischen Hauptstadt ihren geldpolitischen Ausblick leicht ändert und etwa Hinweise auf eine nötigenfalls noch expansivere Geldpolitik streicht. 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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