Premium Bundesbank Weidmann kritisiert EZB-Beschluss

Die EZB nennt weiterhin keinen klaren Endtermin für ihre Anleihekäufe. Das kritisiert Bundesbankpräsident Jens Weidmann scharf. Für eine weitere Integration im Euro-Raum hält Weidmann die Tür dagegen offen.
Der Präsident der Bundesbank gilt als Kandidat für die Nachfolge von EZB-Chef Draghi. Quelle: Reuters
Jens Weidmann

Der Präsident der Bundesbank gilt als Kandidat für die Nachfolge von EZB-Chef Draghi.

(Foto: Reuters)

ParisBundesbankpräsident Jens Weidmann hat bei einer Rede in der deutschen Botschaft in Paris den Beschluss des EZB-Rats zu Anleihekäufen kritisiert: „Aus meiner Sicht wäre ein klares Ende der Nettokäufe angezeigt gewesen, insbesondere weil ich, wie Sie vermutlich wissen, Staatsanleihekäufe in der Währungsunion besonders kritisch sehe.“ Solche Käufe verwischten die Grenze zwischen Währungs- und Finanzpolitik. Insgesamt sei „eine expansive Ausrichtung der Geldpolitik im Euro-Raum nach wie vor angemessen“. Doch darüber, „wie stark geldpolitisch Gas gegeben werden muss und welche Instrumente dabei genutzt werden, kann man freilich unterschiedlicher Auffassung sein“, fügte der Bundesbankpräsident am Freitag hinzu.

 

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