Debatte um Geldpolitik
EZB-Direktor plädiert für behutsame Normalisierung

Falls sich die Wirtschaft weiter erholt, ist eine Debatte über die Normalisierung der Geldpolitik gerechtfertigt, sagt Yves Mersch. Der EZB-Direktor betont jedoch auch, dass diese behutsam geführt werden müsse.
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FrankfurtEZB-Direktor Yves Mersch plädiert für ein behutsames Vorgehen der Notenbank in der Debatte um eine künftige Normalisierung der Geldpolitik. „Jedwede Diskussion sollte natürlich in einer strukturierten, geordneten und angemessen umsichtigen Weise stattfinden“, sagte das Mitglied des sechsköpfigen Führungsteams der Europäischen Zentralbank (EZB) am Montag in Tokio laut Redetext. Markterwartungen hinsichtlich Deflationsrisiken und weiterer Zinssenkungen der EZB hätten nachgelassen. „Und der Fokus beginnt sich in Richtung einer Normalisierung der Geldpolitik in der Zukunft zu verändern,“ sagte der Notenbanker.

Falls sich die Wirtschaft in der Euro-Zone erhole und sich die Inflation nachhaltig in Richtung des EZB-Ziel bewege, sei eine Diskussion über einer Normalisierung der Geldpolitik in Zukunft gerechtfertigt. Denn aus Sicht von Mersch gilt inzwischen: „Die Bestätigung eines mehr ausbalancierten Risikoausblicks ist in realistischer Reichweite.“ Auf ihrem jüngsten Ratstreffen im April hatten die Euro-Wächter trotz einer optimistischeren Einschätzung der Konjunkturperspektiven noch an ihrer ultralockeren Geldpolitik festgehalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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