Draghis Geldpolitik
Ein Gefangener der eigenen Argumente

PremiumDie sinkenden Inflationsraten in der Euro-Zone sind für die Europäische Zentralbank zum Problem geworden. Ihr Präsident Mario Draghi hat sich mit seiner Geldpolitik in eine Falle manövriert. Eine Analyse.

FrankfurtAls der EZB-Präsident im vergangenen Sommer begann, den Einstieg in das Quantitative Easing vorzubereiten, argumentierte er mit der Gefahr einer schädlichen Deflation. Ohne einen massiven Aufkauf von Staatsanleihen bestehe die Gefahr, dass die Euro-Zone in eine gefährliche Spirale aus Preissenkungen und Lohnkürzungen abrutsche, sagte er. Im Januar beschloss die EZB dann das so vorbereitete Anleihekaufprogramm, in das sie von März 2015 bis September 2016 monatlich 60 Milliarden Euro, also insgesamt 1,14 Billionen Euro stecken will. Dabei war schon zu diesem Zeitpunkt zweierlei klar: Es gab keine Deflation in der Euro-Zone, sondern lediglich eine unschädliche Disinflation, die kurzfristig durch...

 
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