Europa und die USA
Die geteilte Zinswelt

PremiumDie amerikanische und die europäische Notenbank marschieren stärker als bisher in verschiedene Richtungen. Fed-Chefin Yellen traut der US-Wirtschaft bereits eine Normalisierung der Geldpolitik zu. EZB-Chef Mario Draghi verharrt im Krisenmodus.

Frankfurt, New YorkStell’ dir vor, es ist Zinserhöhung, und keiner geht hin. In dieser Art haben die Kapitalmärkte auf den zweiten Zinsschritt der US-Notenbank (Fed) in diesem Jahr reagiert. Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen waren schon vorab niedrig und sackten direkt nach der Ankündigung der Fed noch weiter Richtung zwei Prozent. Es sieht so aus, als trauten die Investoren der Notenbank nicht zu, die gesamte Zinslandschaft zu beeinflussen. Hinzu kommen wachsende Zweifel, ob sie die Inflation auf den gewünschten Wert von rund zwei Prozent bringen kann. Fed-Chefin Janet Yellen äußerte in dem Punkt zwar Zuversicht, räumte aber ein, die...

 
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