Eurostat
Inflation im Euroraum noch geringer als gedacht

In der Eurozone sind die Verbraucherpreise noch weiter gesunken als bisher angenommen. Die neue Berechnung dürfte die Sorgen um eine mögliche Deflation in der Eurozone weiter anheizen.
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BrüsselDie Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Februar neuen Zahlen zufolge noch weniger gestiegen als gedacht. Eine zweite Berechnung habe einen Anstieg von 0,7 Prozent im Vergleich zum Februar 2013 ergeben, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag mit. Zum Monatswechsel hatte die Behörde die Inflationsrate noch auf 0,8 Prozent geschätzt. Damit hätte sie auf dem gleichen Niveau gelegen wie im Januar.

Die neue Berechnung dürfte die Sorgen um eine mögliche Deflation in der Eurozone weiter anheizen. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität bei der Marke von nahe, aber unterhalb von zwei Prozent gewahrt. Zuletzt hatte die EZB ihre Inflationsprognose für dieses und das kommende Jahr gesenkt, auf 1,0 beziehungsweise 1,3 Prozent. EZB-Präsident Mario Draghi hat die Gefahr einer Deflation aber mehrfach verneint.

Den Eurostat-Angaben zufolge sanken die Verbraucherpreise im Februar in vier Euro-Ländern: in Zypern (minus 1,3 Prozent), Griechenland (minus 0,9 Prozent), Portugal und der Slowakei (jeweils minus 0,1 Prozent). Die höchsten Inflationsraten gab es demnach in Finnland und Malta mit einer Preissteigerung von jeweils 1,6 Prozent und Österreich mit 1,5 Prozent. Für die EU insgesamt wurde eine Preissteigerung von 0,8 Prozent berechnet, nach 0,9 Prozent im Januar.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Eurostat: Inflation im Euroraum noch geringer als gedacht"

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  • Keine Inflation? Ich gehe jede Woche einkaufen und kann das Gegenteil bestätigen. Milch von 99 auf 1,06, Bertolli-Soße von 1,99 auf 2,19, Coktailtomaten am Markt aktuell 10,90 das Kilo (sind aus DE), ich könnte hier einen Roman an Preiserhöhungen in den letzten Jahren aufzählen, der erste Eintrag ist satirisch überhöht, bringt es aber auf den Punkt. Wenn bei LIDALDI das industriell erzeugte Hühnerfleisch (Fleisch?) wieder mal billiger wird, dann heißt es gleich, dass wir eine Rezession haben. Pustekuchen: Ich könnte einen Roman über die Preiserhöhungen im Lebensmittelbereich der letzten Jahre schreiben. Fernseher und Handys, kann man nun mal nicht essen. Mag ja sein dass der Sprit wieder billiger geworden ist, aber vorher war er mal erheblich teurer (und wird es Dank Steinmeier wieder werden). Also bitte nicht für dumm verkaufen.

  • Erzeuger- und Großhandelspreise zeigen auch in D bereits nach unten. Das kommt mit Verzögerung auch beim Verbraucher an. Die Preissenkungen bei Aldi sind ein guter Indikator.

  • "Inflation im Euroraum noch geringer als gedacht"

    Haben die Eurostatisten wohl den Plan übererfüllt...

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