Ex-EZB-Chef Jean-Claude Trichet
„Die europäische Einigung lebt“

PremiumDer frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, rät den Regierungen der Euro-Länder, sich auf eine weniger expansive Geldpolitik vorzubereiten. Im Interview spricht er zudem über den Populismus in Europa, die Weiterentwicklung der Euro-Zone und die Gründe, warum Deutschland aus seiner Sicht eine höhere Inflation braucht.

Auch wenn er seinen Arbeitsplatz nicht mehr in Frankfurt hat, kommt der Ex-Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, noch oft in die Mainmetropole. Erst im Juni nahm er an einer Konferenz der Bundesbank teil und redete auf einem Kolloquium zu Ehren des verstorbenen früheren Bundesbank-Präsidenten Hans Tietmeyer. Seine Rede dort hielt er größtenteils auf Deutsch. Beim Interview in der Frankfurter Villa Kennedy spricht er lieber Englisch. Seine Botschaft ist aber europäisch: Er gibt sich optimistisch für die Zukunft des Euro-Raums.

Herr Trichet, die Wirtschaft im Euro-Raum wächst robust. Ist es nicht Zeit, aus der ultralockeren Geldpolitik auszusteigen?
Die EZB hat...

 
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