EZB-Anleihekaufprogramm
Schluss mit den Experimenten!

PremiumUnter Investoren und Ökonomen hat sich längst die Einsicht durchgesetzt, dass die Anleihekäufe der Notenbanken mittlerweile mehr Schaden anrichten, als dass sie nutzen. Die EZB sollte sie schnell drosseln. Eine Analyse.

Es sind zwei Buchstaben, die seit geraumer Zeit die Wirtschaftswelt bewegen: „QE“ steht für Quantitative Easing und beschreibt die billionenschweren Anleihekäufe westlicher Notenbanken. Noch bis vor kurzem sah es so aus, als kenne diese ultralockere Geldpolitik keine Grenzen. Jedes Jahr haben die großen Notenbanken der Welt ihre Bilanzen um im Schnitt mehr als zwei Prozent der Wirtschaftsleistung ihres jeweiligen Währungsraums ausgeweitet. Besonders die japanische Notenbank kaufte alles auf, was nicht niet- und nagelfest ist: Staatsanleihen, Unternehmensbonds, Aktien. Und in Bezug auf die Europäische Zentralbank sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble schon vor sechs Jahren: „Bald kauft die EZB auch alte Fahrräder.“

Doch...

 
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