EZB-Kredite
Griechenland zahlt 3,4 Milliarden zurück

Die griechische Regierung hat die ersten Milliardenhilfen aus dem dritten Hilfspaket überwiesen bekommen. Das Geld hat sie genutzt, um die Schulden bei der Europäischen Zentralbank zu begleichen.
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Griechenland hat die ersten 13 Milliarden Euro aus dem neuen Hilfsprogramm der Euro-Partner erhalten. Das Geld sei am Donnerstagmorgen überwiesen worden, teilte der Eurorettungsfonds ESM in Luxemburg mit.
Nach der ersten Sofortzahlung aus dem neuen Hilfspaket hat Griechenland fällige Schulden bei der Europäischen Zentralbank (EZB) beglichen. Athen habe der EZB 3,4 Milliarden Euro zurückgezahlt, verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen in Athen. Die Rückzahlung von 3,2 Milliarden Euro Schulden und 200 Millionen Euro Zinsen wurde damit fristgerecht geleistet.

Zudem zahlte Athen den Angaben zufolge auch ein im vergangenen Monat gewährtes Überbrückungsdarlehen von 7,16 Milliarden Euro zurück. Mit diesem hatte Griechenland eine erste fällige Zahlung an die EZB und Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) begleichen können.

Die Euro-Finanzminister hatten am Mittwochabend der Überweisung einer ersten Tranche des Hilfspakets in Höhe von 23 Milliarden Euro an Athen zugestimmt. Davon sollen zehn Milliarden Dollar für die Rekapitalisierung der kriselnden griechischen Banken verwendet werden.

Agentur
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  • Doch, Herr Bauer [13:14 Uhr], leider wird der politdumpe und vollkommen uninteressierte deutsche Michel [ich zähle Teile meiner Familie dazu!] derart verantwortungsloses Treiben der Politiker "noch lange widerstandslos" hinnehmen. Es sei denn, die Diskutanten in diesem Forum und zahlreiche andere Durchblicker wirken Tag für Tag auf die unwissenden Wähler in ihrem Umfeld ein. Können Sie erklären, warum Umfragen zufolge jüngst über 60% der Befragten gegen weitere Hilfen für GR sind, andererseits um die 2/3 der befragten Bundesbürger angeblich „mit der Politik der Kanzlerin zufrieden…“ sind? Und sie wieder wählen würden. Die können doch nur in einem Wolken-Kuckucksheim leben. Also an die Arbeit.

  • Man könnte es noch prägnanter ausdrücken.

    Die Griechen sind die Halbverhungerten, denen man eine duftende Bratwurst unter die Nase hält, um sie dann seinem Hund hinzuwerfen.

    A propos, die Deutschen zahlen einen guten Teil der Bratwurst und werden solches auch nicht mehr lange widerstanslos hinnehmen.

  • Es werden Strafen für Abgeordnete gefordert:

    Nach Verabschiedung des dritten Hilfspakets für Griechenland warnt der Bund der Steuerzahler (BdSt) vor milliardenschweren Lasten für die Steuerzahler und fordert in diesem Zusammenhang Strafen für Bundestagsabgeordnete.

    Gegenüber "Bild" (Donnerstag) erklärte BdSt-Präsident Reiner Holznagel: "Die Verschwendung von Steuergeldern muss endlich geahndet werden." Die Kredite für Athen seien aus Sicht des BdSt ein Verstoß gegen das Haushaltsrecht des Bundestages.

    Der BdSt ist kein Vollzugsorgan, jedoch ist es gut wenn das in der Bild zu lesen ist.

    Jedoch können nur die Abnicker gemeint sein, also die Kauderlinge und die Oppermänner. Mit einem Teil der Geldstrafen könnte man den Nein-Sagern einen Bonus gewähren.





    "Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Gelder nämlich nicht zurückgezahlt. Deshalb muss das Brechen des Haushaltsrechts auch strafrechtliche Konsequenzen haben", sagte Holznagel zu "Bild". Denkbar seien beispielsweise Geldstrafen.

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