EZB
Noch keine klare Wende bei Niedrig-Inflation

Seit März pumpt die Europäische Zentralbank mit Anleihen-Käufen Milliarden in das Finanzsystem, um Konjunktur und Inflation anzukurbeln. Eine klare Wende im Kampf gegen die Niedrig-Inflation sieht die EZB noch nicht.
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FrankfurtDie Europäische Zentralbank kann trotz ihrer Geldflut noch keine klare Wende im Kampf gegen die niedrige Inflation im Euro-Raum ausmachen. Zwar werde die Teuerung im weiteren Jahresverlauf allmählich anziehen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten EZB-Bericht. „Allerdings bleibt es auf Grundlage der bisher beobachteten Entwicklungen zu früh, um aus statistischer Sicht einen Wendepunkt in der Basis-Inflation auszumachen.“

Dazu seien noch mehr Daten erforderlich. Die EZB pumpt seit März mit dem Kauf von Staatsanleihen Milliarden in das Finanzsystem. Banken sollen so angeregt werden, mehr Kredite zu vergeben, um Konjunktur und Inflation anzukurbeln. Dieses Ziel ist noch längst nicht erreicht: Im Juni lag die Teuerung in der Euro-Zone lediglich bei 0,2 Prozent.

Die Währungshüter streben aber eine Rate von knapp zwei Prozent an, die sie als ideal für die Wirtschaftsentwicklung ansehen. Im Juni hatte die EZB ihre Inflationsprognose für 2015 leicht auf 0,3 Prozent von 0,0 Prozent angehoben. Im nächsten Jahr rechnet sie mit 1,5 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB: Noch keine klare Wende bei Niedrig-Inflation"

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  • 80 Milliarden Euro monatlich, viel zu wenig und daher sinnlos.

  • Nicht neu und in USA etwa weit verbreitet ist die These von der vor uns liegenden Flaute, die sehr lange, vermutlich viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, andauerte, und zwar weltweit - vielleicht mit Ausnahme der Schweiz, Singapur und etlichen Ländern mit vernünftiger bis Null-Besteuerung.
    Wohl dem, der sein Vermögen gesichert und keinesfalls in Euroland hat.

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