Griechenland-Krise
Weckruf aus Frankfurt

PremiumIm Griechenland-Drama mahnt Bundesbank-Chef Jens Weidmann Europas Politik. Er und viele seiner Notenbank-Kollegen wollen sich nicht länger als Retter instrumentalisieren lassen.

Die Rollen in der aktuellen griechischen Tragödie sind klar verteilt. Brüssel spielt den Moderator, die EU-Kommission betont gebetsmühlenartig die Fortschritte Griechenlands, die sonst niemand erkennen kann. Athen selbst ist das Opfer.

Weil die notwendigen Reformen nicht vorankommen, hat die Europäische Zentralbank die Rolle des unwilligen Retters übernommen. EZB-Chef Mario Draghi gewährt Nothilfe, insbesondere für die griechischen Banken, die den pleitebedrohten Staat finanzieren. Schließlich darf das System nicht kollabieren.

Doch die Geduld der Notenbanker, dieses Spiel nach fünf Jahren weiter mitzuspielen, ist nahezu erschöpft. „Dass Banken ohne Marktzugang Kredite gewährt werden, die damit Anleihen des eigenen Staates finanzieren, der selbst ohne...

 
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