Group of Thirty
Geldschwemme spaltet die mächtigsten Finanzlobbyisten

Die wichtigsten Vertreter der Finanzbranche sind uneins über die Lektionen aus der Finanzkrise. Die Zerrissenheit zeigt sich in einer neue Studie der Group of Thirty. Sie kommt zu widersprüchlichen Ergebnissen.

FrankfurtIn der sogenannten Group of Thirty treffen sich nicht nur die Top-Entscheider der Finanzszene, es prallen auch zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite stehen Kritiker der ultralockeren Geldpolitik wie der frühere Bundesbank-Chef und heutige Verwaltungsratschef der Schweizer Großbank UBS, Axel Weber, oder der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Jaime Caruana. Auf der anderen die Verfechter genau dieses Kurses, wie der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, oder die US-Ökonomen Paul Krugman und Larry Summers. Die Zerrissenheit zeigt sich im aktuellen Bericht der Group of Thirty zu den Lektionen aus der Finanzkrise.

Seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers haben die Notenbanken in den entwickelten Volkswirtschaften die Leitzinsen bis an die Nullgrenze gesenkt. Als es nicht mehr weiter nach unten ging und die Wirtschaft noch immer schwächelte, griffen sie zu immer unkonventionelleren Mitteln, etwa dem massiven Kauf von Staatsanleihen und anderer Vermögenswerte.

Das Fazit im Bericht der Group of Thirty über diese unkonventionelle Geldpolitik fällt widersprüchlich aus. Zum einen wird sie gelobt. Sie sei nötig und effektiv gewesen. „Die Politik der Zentralbanken nach dem Ausbruch der Krise hat einen entscheidenden Beitrag zur Wiederherstellung der Finanzstabilität geleistet.“

Andererseits heißt es: Die langfristigen Kosten und unbeabsichtigten Folgen dieser Politik seien noch unklar. Erst mit der Zeit werde sich das vollständige Ausmaß der Kosten zeigen.  „Die unkonventionelle Geldpolitik ermuntert möglicherweise zu exzessiver Risikoneigung.“ Daher sollten geeignete Mittel in Betracht gezogen werden, um dem zu begegnen. 

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Geldschwemme spaltet die mächtigsten Finanzlobbyisten

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Warnung vor Überforderung der Notenbanken

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