Interview Jens Weidmann
„Die Regierungen müssen den Euro retten - nicht die Notenbanken“

Bundesbank-Chef Jens Weidmann kritisiert die Euro-Regierungen: Sie würden den Notenbanken Probleme aufbürden, für die sie selbst verantwortlich seien. Eine EZB-Beteiligung am griechischen Schuldenschnitt schließt er aus.

Handelsblatt: Herr Bundesbank-Präsident, Medizinisch betrachtet, wirkt die Schuldenkrise wie ein Polytrauma: Banken mit zu wenig Kapital, Politiker, die Reformprozesse zu langsam angehen, ein heillos überschuldetes Griechenland, eine aufgeblähte Bilanz der Euro-Notenbanken. Welches Problem bereitet Ihnen am meisten Kopfzerbrechen?

Die Probleme hängen alle miteinander zusammen. Diese komplexe Situation fordert uns als Notenbank ganz erheblich. Das Eurosystem wird vielfach als die einzig handlungsfähige Institution hingestellt, und deshalb werden Lasten bei den Notenbanken abgeladen, die eigentlich nicht ihre Sache sind.

Wo muss am schnellsten operiert werden, damit der Patient Euro überlebt?

Ihr Bild legt nahe, dass es an den Notenbanken ist, das Problem zu...

 
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