Kommentar zu EZB-Chef Mario Draghi
Der entzauberte Zauberlehrling

PremiumEZB-Chef Mario Draghi hat einst die Märkte gezähmt und damit eine Katastrophe verhindert. Doch jetzt ist er ihr Getriebener – und hat enorme Kollateralschäden angerichtet. Ein Kommentar.

Es waren die drei wirkungsvollsten Worte, die ein Notenbanker jemals ausgesprochen hat: Mit seiner „Whatever it takes“-Rede hat Mario Draghi vor fünf Jahren der Euro-Krise ein abruptes Ende bereitet. Ein einziger Satz des Präsidenten der Europäischen Zentralbank führte damals zur großen Wende: Die panische Angst der Investoren vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone, sie war wie weggewischt. Die zuvor rasant gestiegenen Staatsanleihezinsen der Südländer gingen wieder zurück, der Euro stabilisierte sich, und die Börse frohlockte.

Als Super-Mario gefeiert, hat Draghi eine Katastrophe verhindert. Doch zu welchem Preis? Draghis in die Geschichtsbücher eingegangene Rede im prunkvollen Londoner Lancaster House erinnert an Goethes...

 
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