Kommentar zur EZB-Geldpolitik
Ein beherzter Ausstieg aus dem Zinstief

PremiumMario Draghi sollte sich mit einer Zinserhöhung sputen. Dadurch kann er der EZB einen Puffer für die Zukunft verschaffen – falls die Konjunktur einbricht. Ein Vorbild gibt es bereits: die US-Notenbank Fed. Ein Kommentar.

FrankfurtWenn Mario Draghi an diesem Donnerstag vor die Presse tritt, wird der Präsident der Europäischen Zentralbank sein Haus einen weiteren Trippelschritt in Richtung Normalisierung der Geldpolitik bringen. Vermutlich wird der Notenbankchef den Hinweis aus dem Ausblick streichen, dass die EZB ihre Anleihekäufe nochmals erhöhen könnte.

Es wäre ein kleines, aber bedeutendes Signal an die Märkte. Der ganz große Schritt soll dann erst im September kommen, wenn die EZB ein allmähliches Zurückfahren der milliardenschweren Anleihekäufe verkünden wird. Damit würde Draghi das Ende einer Ära einläuten, die in der Finanzkrise 2008 und 2009 begonnen hat: der Phase der radikal-experimentellen Geldpolitik, die...

 
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