Lockere Geldpolitik
Fed setzt Anleihekäufe fort

Ben Bernanke setzt weiter auf die ultralockere Geldpolitik. Der Chef der US-Notenbank gibt Monat für Monat weiter 85 Milliarden Dollar für die Besserung der Konjunktur. Und auch der Leitzins bleibt unverändert.
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WashingtonTrotz einer Wachstumsbelebung hält die US-Notenbank noch an ihren Konjunkturspritzen fest. Bis zu einer nachhaltigen Besserung will sie monatlich weiter 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft pumpen, wie die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mitteilte. Sie kann die Käufe aber bei Bedarf verringern oder verstärken. Die Wirtschaft habe sich im ersten Halbjahr nur in mäßigem Tempo erholt, und die Arbeitslosigkeit bleibe zu hoch, erklärte die Notenbank.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte angekündigt, das Programm zum Kauf von Staatsanleihen und Immobilienpapieren bis Mitte 2014 auslaufen lassen zu wollen. Wann die Fed mit dem Ausstieg beginnt, ist weiter offen. Ihren Leitzins beließ die Zentralbank wie erwartet bei null bis 0,25 Prozent.

Die Aktienmärkte reagierten weitgehend unbeeindruckt auf den Text zur Sitzung des Offenmarktausschusses, da er kaum Neues bot. "Die Fed verschafft sich weiterhin maximale Flexibilität bei ihrer lockeren Geldpolitik", sagte Ökonom Joseph Trevisani von Worldwidemarkets. Wenn die Fed tatsächlich den Fuß vom Gas nehmen sollte, werde Bernanke dies persönlich bekanntgegeben.

Die nächste Gelegenheit bietet sich am 18. September, wenn der Fed-Chef den Zinsbeschluss wieder vor der Presse erläutert. Der Chef der Allianz -Tochter Pimco, Mohamed El-Erian, hofft, dass Bernanke dann zumindest mehr darüber sagt, wann und wie der Einstieg in den Ausstieg kommt. "Es ist verständlich, dass die Fed noch abwartet, da die erste Erwähnung des Themas am Markt zu Turbulenzen geführt hatte."

Dabei lief die US-Wirtschaft zuletzt besser. Das Bruttoinlandsprodukt legte aufs Jahr hochgerechnet im zweiten Quartal um 1,7 Prozent zu und überraschte damit Experten. Zu Jahresbeginn waren es nur 1,1 Prozent. Die Fed, die auch Vollbeschäftigung fördern soll, darf zumindest auf eine weitere Besserung am Jobmarkt hoffen. Der Umfrage der privaten Arbeitsvermittlung ADP zufolge lag das Stellenplus der US-Firmen im Juli bei 200.000. Der am Freitag anstehende offizielle Arbeitsmarktbericht, der auch den öffentlichen Dienst umfasst, dürfte ebenfalls einen Hoffnungsschimmer bieten: Experten rechnen mit 184.000 neuen Stellen. Die Arbeitslosenquote soll auf 7,5 Prozent sinken.

Doch Bernanke hatte jüngst im Kongress klargemacht, das der Arbeitsmarkt noch lange nicht über den Berg ist. Die Quote muss demnach erst auf etwa sieben Prozent fallen, bevor die Fed ihre Anleihenkäufe zur Stützung der Wirtschaft beenden kann. Das bedeutet aber nicht, dass dann auch die Leitzinsen wieder steigen. Hier hatte sich Fed festgelegt, dass der Leitzins so lange bei null bis 0,25 Prozent bleibt, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist. Händler rechnen mittlerweile nicht vor Anfang 2015 mit einer Zinserhöhung.

Agentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • ..Was zum Teufel macht Hypo Real Estate in Detroit....

    Weil Tante Erna und unser so geschätzter Onkel Albert Kapitalböcke schossen und weitreichende Entscheidungen treffen, achten Sie mal auf die baldige Blase Bankgeschäfte Hype Alpe Adria und Konsorten Raum Südeuropa. Ähnliche Dimension. Holla die Waldfee.

    Barroso-Capitano sowie El Presidente der "EU-Parlamentengang" Martin Schulz üben sich schon im stillen Gebet. Die tauchen schlichtweg krisenmässig ab.

  • @ BudEkins

    Habe die Zahlen bezüglich der Verschuldung zusammen:

    Monatlich zwischen 40-45 Mrd. US-Dollar Handelsbilanzdefizit.

    Monatlich 85 Mrd. US-Dollar über Ausgabe neuer Anleihen.

    Das sind jährlich mindestens 1540 Mrd. US-Dollar Neuverschuldung.

    Da sind mehr als 9% der Wirtschaftsleistung.
    D.h. die Amis verschulden sich derzeit mit fast 400% bezogen auf das Wirtschaftswachstum.

    Die Verschuldung der Bundesstaaten ist hier gar nicht berücksichtigt. Sollte es aber! Siehe z.B. die Stadt Detroit/Bundesstaat Michigan.

    http://www.format.at/articles/1329/931/363137_s1/detroit

    "In Deutschland ist nach einem Bericht des "Handelsblatts" die Bad Bank der kollabierten Hypo Real Estate von der Pleite Detroits betroffen. Die FMS Wertmanagement halte Anleihen der Stadt in Höhe von 200 Millionen Dollar, teilte deren Sprecher mit."

    Und was zum Teufel macht die Hypo Real Estate in Detroit ???

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