Notenbank Fed
US-Professoren fordern niedrige Zinsen

Angesehene Wirtschaftsexperten kritisieren den Kurs der US-Notenbank: Sie befürchten, dass die Fed mit ihren Zinsanhebungen die Konjunktur abwürgt – die sich ohnehin schwächer entwickelt als erwartet.
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New YorkEine Gruppe von 22 namhaften US-Ökonomen fordert die amerikanische Notenbank (Fed) auf, die Zinsen für längere Zeit niedrig zu halten. Genauer gesagt: Sie verlangen, dass die Fed ihr Inflationsziel anhebt. Aber in der heutigen Situation würde das auf den Verzicht weiterer Zinsanhebungen hinauslaufen.

Zu den Unterzeichnern eines Briefs an die Fed gehören der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Narayana Kocherlakota, der frühere Chef der Fed Minneapolis. Außerdem stehen weitere bekannte Namen wie Jason Furman, Jared Bernstein und Gene Sperling auf der Liste.

In einer umfangreichen Diskussion per Twitter zu dem Thema hat auch Paul Krugman Sympathie für den Vorschlag gezeigt. Der Brief steht in Zusammenhang mit der Organisation „Fed Up“, in der sich Gegner einer harten Geldpolitik, darunter Gewerkschafter, zusammengeschlossen haben.

Die Fed hat die Märkte darauf vorbereitet, dass sie am Mittwoch eine weitere Zinserhöhung bekanntgeben wird, auf eine Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent. Außerdem haben Fed-Chefin Janet Yellen und ihre Kollegen immer wieder davon gesprochen, dass noch einer dritter Zinsschritt im laufenden Jahr zu erwarten sei und auf mittlere Sicht ein Zinssatz von 3,0 Prozent.

Kritiker wie Kocherlakota monieren aber schon seit Monaten, dass die Wirtschaft nach wie vor recht langsam wächst und kein wirklicher Inflationsdruck besteht. Sollte die Fed ihr Inflations-Ziel von bisher zwei Prozent anheben, dann wären weitere Zinsschritte vorerst nicht mehr zu rechtfertigen.

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Yellen: Von „Taube“ zum „Falken“

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