Notenbanker Ewald Nowotny
„Europa ist noch nicht so weit für eine Zinserhöhung“

PremiumDie Fed hat erneut den Leitzins erhöht. Österreichs Nationalbankchef spricht im Interview über das Ende der lockeren EZB-Geldpolitik, mögliche Nachfolger für Mario Draghi – und warum man als Notenbanker nicht reich wird.

Das Bild des österreichischen Malers Markus Prachensky im Büro von Ewald Nowotny ist Programm. In dem abstrakten Gemälde aus den europäischen Nachkriegsjahren gehen die Farben fließend ineinander über. So ähnlich ist es auch in der europäischen Geldpolitik, die der Präsident der Oesterreichischen Nationalbank als EZB-Ratsmitglied mitgestaltet. Keine harten Brüche, sondern weiche Übergänge sind für den 72-Jährigen in der Niedrigzinsphase gefragt.

Herr Nowotny, in den USA hat die Notenbank Federal Reserve die Zinsen erhöht. Sollte die EZB nicht dem Beispiel folgen?
Die Zinserhöhung in den USA ist ein richtiger Weg der Normalisierung. Man muss sich aber bewusst sein, dass die...

 
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