Schlechtes Vorbild
Was die EZB von der Geldpolitik in Japan lernen kann

PremiumDie Strategie der EZB ist in Japan ein alter Hut: Dort versorgt die Bank of Japan die Märkte schon deutlich länger mit immer mehr Geld – in der Hoffnung, damit Wachstum und Inflation anzukurbeln. Der Erfolg bleibt aus.

TokioRichard Koo, Volkswirt am Nomura Research Institute in Tokio, erlebt derzeit eine späte Genugtuung. Seit Jahren predigt der Ex-Berater der japanischen Regierung, dass eine ultralockere Geldpolitik mit Niedrigzinsen und riesigen Anleihekäufen nichts bringt. Stattdessen müssten die Staaten Geld in die Hand nehmen. 

Der Grund: „Das wirkliche Problem in der Euro-Zone, in Japan und den USA ist, dass sich der Privatsektor kein Geld leiht“, sagt er dem Handelsblatt. Die USA hätten die Krise weitaus besser gemeistert als Japan und Europa. „Dort hat sich der Staat verschuldet, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.“

Auch in Japan, Pionier der unkonventionellen Geldpolitik,...

 
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