Schweizer Leitindex
Actelion droht aus SMI zu fliegen

Noch diese Woche könnte der Biotechnologiekonzern Actelion aus dem Schweizer Börsenindex fallen. Das mögliche Aus ist von der Entwicklung der Actelion-Aktie abhängig. Der Konzern steht vor der Übernahme.
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ZürichDie Zusammensetzung des wichtigsten Schweizer Börsenindex SMI dürfte sich demnächst ändern. Die Aktien der vor der Übernahme durch Johnson&Johnson stehenden Biotechnologiefirma Actelion könnten schon Ende des Monats aus dem Index fallen, sagte ein Börsensprecher am Donnerstag.

Bedingung dafür ist, dass die 30 Milliarden-Dollar schwere Übernahme zustande kommt und die Aktionäre bis am Freitag, wenn die Nachfrist des Übernahmeangebots endet, Johnson & Johnson mehr als 80 Prozent ihrer Aktien andienen. Dann könnte fünf Handelstage später die Actelion-Aktie sowohl aus dem Standardwerte- als auch aus dem breiteren SPI herausfallen.

Wenn der Anteil der frei handelbaren Actelion-Aktien unter 20 Prozent falle, genüge es nicht mehr, um die Zugehörigkeit im Index aufrecht zu erhalten, sagte der Sprecher. Dann werde die Börse wohl schon am Freitag über weitere Schritte informieren.

Die Chancen stehen gut, dass die einvernehmliche Transaktion erfolgreich abgeschlossen werden kann. Nach Ablauf der ordentlichen Angebotsfrist Ende März hielt Johnson&Johnson gut 77 Prozent der Actelion-Aktien.

Über die Neuzusammensetzung des SMI-Index spekulieren die Marktteilnehmer schon länger. Im laufenden Jahr dürften es neben Actelion auch die Aktien des Agrochemiekonzerns Syngenta erwischen. Syngenta wird von ChemChina geschluckt. Als wahrscheinlichste Nachfolger gelten der Pharmazulieferer Lonza, der Bau- und Spezialchemiekonzern Sika, der Asset-Manager Partners Group und der Hörgerätehersteller Sonova.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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