Umfrage
Wirtschaft im Euro-Raum erholt sich nur langsam

Die Wirtschaft der Euro-Zone wächst langsam. Hauptverantwortlich dafür sei vor allem Deutschland, während es bei anderen EU-Ländern nicht gut laufe. Dennoch könnte das den EZB-Zinsentscheid positiv beeinflussen.
  • 2

BerlinDie Wirtschaft der Euro-Zone ist mit viel Rückenwind ins Frühjahr gestartet. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft kletterte im April um 0,9 auf 54,0 Zähler und erreichte damit den höchsten Wert seit knapp drei Jahren. Das teilte das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter 5000 Unternehmen in Industrie- und Dienstleistungssektor mit. Bereits ab 50 Zählern signalisiert das Barometer ein Wachstum. Angesichts steigender Aufträge dürfte der Aufwärtstrend anhalten.

Hauptmotor ist derzeit Deutschland, während Frankreich weiter hinterherhinkt“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. In Frankreich laufe es insbesondere im Dienstleistungssektor wegen der „anhaltenden Nachfrageschwäche auf dem Binnenmarkt“ nicht rund. In Spanien und Irland zeichne sich ein starker Aufwärtstrend ab, auch in Italien gewinne die Erholung an Fahrt. Das verringere die Wahrscheinlichkeit einer Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank, die am Donnerstag zu ihrer nächsten Zinssitzung zusammentrifft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umfrage: Wirtschaft im Euro-Raum erholt sich nur langsam"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Nicht pauschalisieren !

    Die Wirtschaft wächst in einigen sehr wenigen Ländern, - und zwar in den Leistungsgesellschaften und etablierten Industrienationen, wie Deutschland, Niederlande und Belgien etc.

    In den Volkswirtschaften vom Club MED wächst bitte mal gar nichts, - und zwar bis auf weiteres.

    Insofern bitte immer klar differenzieren und aus dem sogenannten "Euroraum" kein einheitliches Staatskonstrukt machen, - das vernebelt nur den Blick auf die vorherrschende Realität und Wirklichkeit.

    Vom Größenwahn ganz abgesehen.

    Cheers !

  • Ab September wird ja auch die sehr Konjunkturfreudige Schattenwirtschaft ins BIP gerechnet. Das wird sicher für einen "unerwarteten" gigantischen Boom sorgen. LOL

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%