Verbraucherpreise
Ölpreis bremst Inflation – doch das wird sich ändern

Sprit und Energie werden wieder billiger. Das dämpft die Inflation in Deutschland insgesamt, dennoch steigt die Rate im November auf den höchsten Stand seit zwei Jahren.
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Wiesbaden Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland ist dank günstigerer Energie vorerst gestoppt. Im November verharrte die Jahresteuerung wie im Oktober bei 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das ist zwar der höchste Stand seit etwa zwei Jahren, im längeren Vergleich jedoch ist die Inflation vergleichsweise gering. Von Oktober auf November 2016 erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Die Wiesbadener Behörde bestätigte ihre vorläufigen Angaben von vor zwei Wochen.

Gedämpft wird die Teuerung weiterhin von der Preisentwicklung bei Energie. Tanken und Heizen war für Verbraucher im November insgesamt 2,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Damit verstärkte sich der Rückgang der Energiepreise wieder, im Oktober lagen die Preise für diese Warengruppe nur um 1,4 Prozent unter Vorjahresniveau. Im November verbilligte sich Heizöl binnen Jahresfrist um 6,7 Prozent, Kraftstoffe waren um 2,2 Prozent günstiger. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Teuerungsrate im November bei 1,2 Prozent gelegen.

Teurer als ein Jahr zuvor waren im November Nahrungsmittel (plus 1,2 Prozent) und Dienstleistungen (plus 1,1 Prozent). Zu letzteren gehören die Mieten, die etwa zwanzig Prozent der Konsumausgaben der privaten Haushalte ausmachen. Das Mietniveau lag um 1,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) für Deutschland lag im November um 0,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im Monatsvergleich stagnierte hier die Entwicklung. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt mittelfristig für den gesamten Euroraum eine Inflation von knapp unter 2,0 Prozent an. Dieses Ziel verfehlen die Währungshüter jedoch seit Jahren - und versuchen daher mit einer ultralockeren Geldpolitik nachzuhelfen. Erst in der vergangenen Woche hatte die EZB beschlossen, ihre milliardenschweren Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren um neun Monate bis Ende 2017 zu verlängern.

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    TRAUTMANN

    Danke

  • Die Zahlen im Artikel bezieht sich auf den November - also vor der OPEC Entscheidung.Erst denken, dann aufregen 😉.

  • In Schwaben kann man sich 1,28 leisten, von euch kommt auch der Kauder !

    Bavaria 1.13.
    Die CSU muss hier noch den Eindruck der Insel der Glückseligen vermitteln.

    Aber!
    Pegel steigt schon, ich seh den Tsunami schon kommen nach der Wahl, so oder so !

    Fakt ist, der Verbrauch ist rückgängig, Winter ist nicht wirklich, man wird in Syrien eine Lösung finden. Im Gegenzug werden hier Raffinerien rückgebaut um Produktionskosten zu optimieren.

    Alte Regel:
    Nachfrage / Angebot bestimmt den Preis.
    Die Glaskugel sagt: Nach der Wahl 2€/Liter

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