Vermögensverwalter Bert Flossbach
„Notenbanken sind Gefangene ihrer eigenen Rettungspolitik“

PremiumDer Vermögensverwalter Bert Flossbach spricht im Handelsblatt-Interview über die Abhängigkeit der Märkte von den Notenbanken, die Möglichkeit einer Leitzinserhöhung in den USA und die Risiken der lockeren Geldpolitik.

Bert Flossbach managt von Köln aus ein Kundenvermögen von 25 Milliarden Euro. Beim Blick in die Zukunft macht er sich große Sorgen. Aus seiner Sicht sind die Notenbanken mit ihrer Nullzinspolitik zu weit gegangen. Nebenwirkungen seien programmiert und schwer zu bekämpfen.

Haben die Notenbanken den Bogen mittlerweile überspannt?
Die Notenbanken haben den „Point of no return“ unseres Erachtens längst überschritten. Das gilt im Besonderen für Europäische Zentralbank und Bank of Japan. Eine Normalisierung ihrer Geldpolitik, also eine Rückkehr zu alten, aus unserer Sicht „normalen“ Zinsniveaus, scheint kaum mehr möglich.

Rückt nicht zumindest in den USA die Leitzinserhöhung näher?
Die enge...

 
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