Vetternwirtschaft bei der EZB?
Alarm in der Notenbank

PremiumOffene Stellen werden bei der EZB nicht immer mit dem besten Bewerber, sondern im schlimmsten Fall mit dem schlechtesten besetzt: Mitarbeitervertreter beklagen Günstlingswirtschaft bei der Notenbank. Die EZB bestreitet das.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank will die Talente ihrer Mitarbeiter achten, entwickeln und belohnen. Das schreibt sie zumindest auf ihrer Karriereseite im Internet.

Aus Sicht von Mitarbeitervertretern der EZB gelingt das bisher nicht immer. Ihr Vorwurf: Offene Stellen würden nicht mit dem besten Bewerber, sondern im schlimmsten Fall mit dem schlechtesten besetzt. Günstlingswirtschaft „verursacht auch betriebliche Risiken“, warnen der Chef des EZB-Personalrats, Carlos Bowles, und der Chef der zuständigen Gewerkschaft IPSO, Johannes Priesemann, in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (siehe rechts). Wenn es für die Karriere förderlicher sei, Netzwerke auszubauen statt produktiv zu arbeiten, würden „Ja-Sager“ ermutigt. Das beeinträchtige die...

 
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