Vorgehen der US-Regierung
Fed-Mitglied nennt Einwanderungspolitik wirtschaftsschädlich

Die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump dämpft die Verbraucherausgaben und damit das Wirtschaftswachstum, so Fed-Mitglied Robert Kaplan. Er vermutet, dass Immigranten aus Angst zuhause bleiben und sparen.
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New YorkDas harte Vorgehen der US-Regierung gegenüber illegalen Einwanderern wird aus Sicht eines Top-Notenbankers der heimischen Wirtschaft schaden. Millionen von Immigranten dürften auf Einkäufe verzichten, sagte der Chef der Fed-Filiale von Dallas, Robert Kaplan, am Mittwoch. „Sie haben Angst, dass sie nicht mehr nach Hause kommen, wenn sie ausgehen“, sagte er. Diese Menschen würden wahrscheinlich eher sparen als Geld ausgeben. Das dämpfe die Verbraucherausgaben und damit das Wirtschaftswachstum. Der private Konsum steht für gut zwei Drittel der Wirtschaftskraft der USA.

In den ersten 100 Tagen der Amtszeit von Präsident Donald Trump wurden fast 40 Prozent mehr mutmaßliche illegale Einwanderer festgenommen als vor Jahresfrist. Eine stärkere Kontrolle der US-Grenzen war ein Hauptthema von Trumps Wahlkampf.

Kaplan bekräftigte ferner sein Plädoyer für zwei weitere Zinsanhebungen in diesem Jahr. Die Fed hatte im März die geldpolitischen Zügel erstmals in diesem Jahr gestrafft und den Zins auf die aktuelle Spanne von 0,75 bis 1,0 Prozent angehoben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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