Alterung der Gesellschaft wird den Immobilienmarkt in Japan belasten
Große Städte profitieren von der Alterung

Ab dem kommenden Jahr wird die japanische Bevölkerung von derzeit mehr als 126 Millionen Menschen aller Voraussicht nach schrumpfen. Und angesichts der niedrigen Geburtenrate ist keine Trendwende in Sicht. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Alterung der Gesellschaft den Immobilienmarkt in Japan belastet, ist leider hoch“, meint Takumi Watanabe, Direktor beim privaten Japan Real Estate Institute.

HB bas TOKIO. Dabei dürften die großen Städte – und dort vor allem zentrale Lagen – noch gut wegkommen. Denn die Japaner zieht es in die Innenstädte. Ländliche Gegenden gehören zu den absehbaren Verlierern – sieht man einmal vom Einzugsgebiet der Hauptstadt Tokio ab.

Experte Watanabe beklagt, die Immobilienentwickler stellten sich noch nicht genügend auf die neuen Wohnbedürfnisse der älteren Generation ein. „Für einzelne Objekte kann der demographische Wandel auch durchaus positiv sein“, meint er. Unter anderem steigt bei den älteren Menschen das Bedürfnis, zentral zu wohnen. „Vor allem im Kern von Großstädten sammelt sich die Bevölkerung“, stellt das Forschungsinstitut der Mitsui-Sumitomo Bank als Trend fest. Neue Objekte, die alte Bürogebäude ersetzen, verfügen daher oft über Apartments. In Tokio hat die Innenstadtbevölkerung der Mitsui-Studie zufolge seit 1996 zugelegt, in Nagoya seit 1997, in Osaka schließlich seit 2000.

Einige Dörfer und Städte im Einzugsbereich Tokios setzen darauf, dass viele der landesweit sieben Millionen Babyboomer sich als Rentner in ihrem Sprengel niederlassen. Diese Kommunen werben bereits mit preiswerten Grundstücken.

Unternehmen reagieren auf die Umwälzungen, indem sie firmeneigene Angestelltenwohnheime in kostenpflichtige Altenheime umwandelten. Derzeit ist rund jeder fünfte Japaner 65 Jahre oder älter, 2050 ist mehr als ein Drittel im Rentenalter.

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