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Wohnimmobilien: Besonderheiten des Marktes

Bei der Eigentumsquote und den Preisen bietet der deutsche Markt für Wohnimmobilien einige Besonderheiten. Aber das sind nicht die einzigen Faktoren, die ihn von anderen Standorten unterscheidet.

Bestand
Die Deutschen leben zurzeit in rund 40 Mio. Wohnungen, deren Wert die Immobilienanalysten von Bulwien-Gesa auf 5,8 Billionen Euro taxieren.

Eigentumsquote
Deutschland hat mit 43 Prozent nach der Schweiz die zweitniedrigste Eigentumsquote aller westeuropäischen Staaten - letztendlich eine Kriegsfolge. Deutschland musste nach dem Krieg sehr schnell Wohnraum schaffen, was durch Subventionen gelang. Daraus resultiert das niedrige Mietniveau, wodurch der Wohnungskauf weniger attraktiv als in anderen Ländern wurde.

Besitzwechsel
Hohen Kosten bei Besitzwechseln von etwa acht Prozent der Kaufsumme führen dazu, dass der Deutsche in seinem einmal gebauten Haus bleibt. Käufer müssen Maklercourtage, Grundbucheintrag, Eintragung der Hypothek ins Grundbuch und Grunderwerbsteuer zahlen. In Großbritannien betragen die Kaufnebenkosten nur etwa zwei Prozent. Lang laufende Kreditverträge mit Maluszahlungen bei vorzeitiger Kündigung - ebenfalls eine deutsche Besonderheit - tragen hierzulande zusätzlich zu langen Haltedauern bei.

Preise
Anders als beispielsweise in Spanien, Großbritannien und Irland sind die Preise in den Jahren 2005 bis 2007 in Deutschland für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser nicht nach oben geschossen - und nun auch nicht zusammengebrochen. In diesen Ländern haben steigende Realeinkommen, die es in Deutschland nicht gab, die Nachfrage hochgeschraubt. HB

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