Immobilien
Aufschwung lässt Leerstand in China spürbar sinken

In Schanghai hat sich die Leerstandrate von ihrem Höhepunkt bei 50 Prozent im Krisenjahr 1998 auf knapp zwölf Prozent zurück gebildet. In Peking ist sie laut Jones Lang Lasalle zuletzt auf 15,5 Prozent zurück gegangen. In der Industriemetropole Schanghai wurde der gewerbliche Immobilienmarkt der Service-Gesellschaft Debenham Tie Leung zufolge im ersten Quartal sogar durch Engpässe bei Top-Gebäude gekennzeichnet.

HB/mg PEKING.Die zwei neuesten Großprojekte im Westteil der boomenden Sadt, Raffles City und Corporate Avenue, sind zum Auftakt vermietet. DTZ bezeichnet die Leerstände als „extrem niedrig“. Weil die Nachfrage im Ostteil der Stadt, wo Schanghai sein Finanzzentrum aufbaut, derzeit etwas durchhängt – ausländische Direktinvestitionen verlieren etwas von ihrer Dynamik – wurde der leichte Preisanstieg im boomenden Westen Schanghais ausgeglichen. In den kommenden Monaten soll der Markt für Top-Gebäude in Schanghai stark bleiben, heißt es bei DTZ. Das Unternehmen beobachtet bei den nächsten Großprojekten, darunter „The Centre“ des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa, eine „rege Vorbuchungsaktivität“.

Während in Schanghai Bürofläche in Topadressen bereits für 21 US- Dollar pro Quadratmeter gemietet werden kann, müssen in Peking etwa 23 Dollar dafür bezahlt werden. Die beiden jüngsten Bürotürme, das Beijing Financial Centre und das International Investment Building, wurden bereits vor der Fertigstellung verkauft. Zahlreiche große Adressen haben im ersten Quartal die Nachfrage am Pekinger Markt für Gewerbeimmobilien weiter angefacht. Die britische Botschaft, das Beratungsunternehmen Deloitte und der Software-Riese Microsoft haben jeweils bis zu 2 500 Quadratmeter in den Topadressen zusätzlich angemietet.

Doch sieht die Marketing-Managerin Josephine Kern bei FPD Savills die Preiskurve für Topgebäude flacher werden. In Peking sind es vor allem Versicherer, andere Dienstleister und IT-Firmen, die die Nachfrage auf hohem Niveau halten. Doch im Vergleich zu Schanghai sind die Mieten für erste Adressen in der Hauptstadt zuletzt leicht gesunken. Kurzfristig, so die Analyse von Jones Lang LaSalle China, stehen die Mietpreise vor allem aufgrund hoher Fertigstellungsvolumina noch unter Druck. Allerdings ziehe die Flächennachfrage vor allem von ausländischen Unternehmen wieder an.

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