Berlin und seine US-Investoren
Der Potsdamer Platz ist verkauft

Die Mitte Berlins hat einen neuen Eigentümer: Der US-Immobilieninvestor Brookfield kauft am Potsdamer Platz 17 Gebäude, zehn Straßen und zwei Plätze mit einer Gesamtfläche von rund 270.000 Quadratmetern.

BerlinDer Verkauf des Potsdamer Platzes an den US-Immobilieninvestor Brookfield ist in trockenen Tüchern: Das an der New Yorker Börse notierte Unternehmen teilte am Montag mit, dass eine seiner Tochtergesellschaften zusammen mit ihrem Joint-Venture-Partner, einem asiatischen Staatsfonds, den Erwerb des Potsdamer Platzes in Berlin abgeschlossen habe. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Früheren Branchenschätzungen zufolge soll Brookfield 1,4 Milliarden Euro bezahlt haben.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Brookfield den Kauf des Musical-Theaters, der Einkaufspassage, der Kinos, Bürohäuser und Wohnungen in Aussicht gestellt. Insgesamt geht es um 17 Gebäude, zehn Straßen und zwei Plätze mit einer Gesamtfläche von 170.000 Quadratmetern. Mehr als 480 Unternehmen sind nach Angaben des Käufers auf dem Areal tätig. Für den früheren Eigentümer, den offenen Immobilien-Fonds SEB-Invest, findet eine Jahre lange Hängepartie damit ein Ende. Dieser hatte das Gebäudeensemble, das in den 1990er Jahre nach einem Masterplan von Renzo Piano entstand, vor einigen Jahren zum Kauf angeboten.

„Der Potsdamer Platz ist eine der berühmtesten Immobilien der Welt, und wir freuen uns, sie zu Brookfields wachsendem Portfolio von Anlagegütern der Spitzenklasse hinzuzufügen", teilte Ric Clark, Chef von Brookfield Property Partners, am Montag mit. James Tuckey, Europa-Chef des US-Investors, leitet die Geschäfte von Berlin aus.

„Berlin stellt eine fantastische Gelegenheit für Brookfield dar", erklärte er. Das Unternehmen werde weitere "Möglichkeiten nutzen, die wir auf dem deutschen Markt sehen". Brookfield ist mit einem Anlagevermögen von insgesamt mehr als 65 Milliarden US-Dollar nach eigenen Angaben eines der größten gewerblichen Immobilien-Unternehmen der Welt. Zum Portfolio gehören unter anderem mehr als 130 Bürohäuser und 150 Einzelhandelszentren.

SEB hatte das Grand Hyatt-Hotel bereits an die Al Rayyan Tourism and Investment (Artic) aus dem arabischen Emirat Katar verkauft. Axel Kraus, Geschäftsführer der mit dem Verkauf der übrigen Immobilien beauftragten Savills Fund Management GmbH, erklärte am Montag: „Mit dem nunmehr erfolgten Verkauf haben wir eine sehr komplexe Transaktion zügig umgesetzt und zu einem gelungenen Abschluss gebracht.“

Die Veräußerung des Immobilienpakets an Brookfield werde bei der kommenden Auszahlung des offenen Immobilienfonds SEB Immo-Invest voraussichtlich Ende Januar 2016 in das Ergebnis einfließen. Der Fonds hatte im Zuge der Finanzkrise den Handel mit Anteilen eingestellt und musste aufgelöst werden.

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