Erhebliches Einsparpotenzial des Assetmanagements
Immobilien werden noch zu selten aktiv gemanagt

Je weniger Gedanken sich Unternehmen zuvor über die Bedeutung ihrer Liegenschaften als wertvolle Ressourcen gemacht haben, umso dankbarer nehmen sie in der Regel zur Kenntnis, dass es professionelle Dienstleister für die langfristige Betreuung von Grundstücken, Gebäuden und Industrieanlagen gibt.

DÜSSELDORF. Denn klassischerweise stolpern Finanzvorstände und Konzernchefs genau einmal im Jahr über ihre Immobilien: beim Lesen der Bilanz. Dort treten Immobilien vor allem als reine Kostenstellen auf, die zwar schmerzen, aber in den meisten Fällen hingenommen werden. Die meisten Führungskräfte interessiert das Thema wenig. Vielfach fehlt es an dem nötigen Know-how, zudem spielt in deutschen Unernehmen traditionell das Thema Immobilien-Management eine eher untergeordnete Rolle.

Dabei bindet unstrukturierter Grundbesitz Eigenkapital und mindert dadurch die Performance des Kerngeschäfts. "Unternehmen, die auf ein aktives Asset-Management verzichten, setzen alljährlich Milliardenbeträge aufs Spiel", sagt Michael Borries, Geschäftsführer der Corpus Immobiliengruppe in Köln, die mehrere börsennotierte und mittelständische Unternehmen in Fragen des Liegenschaftsmanagements berät. Seine Erfahrung: Vor allem sanierungsbedürftige Gebäude-Oldies aus den Fünfziger, Sechziger und Siebziger Jahren sowie die Unterhaltung nicht betriebsnotwendiger Flächen belasten die Unternehmen - und das stärker, als ihnen lieb sein kann.

Doch damit nicht genug. Auch Immobilien jüngeren Datums verschlingen heutzutage große Summen. Während noch vor Jahrzehnten Eigentümer erst alle 15 bis 20 Jahre technisch, baulich und kosmetisch nachrüsten mussten, benötigen moderne Gebäude schon nach fünf bis sechs Jahren ihr erstes Update. Technische Anlagen wie Aufzüge, Klima- und Kommunikationstechnik oder automatische Beschattungssysteme an den Fassaden bedürfen der regelmäßigen Wartung. Hinzu kommt das insgesamt dynamischere Umzugsverhalten der Mieter, das automatisch kürzere Renovierungszyklen mit sich bringt.

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