Experten warnen vor übereilten Entscheidungen
Immobilienerwerb sollte gut geplant sein

Schnell kaufen, damit die Eigenheimzulage nicht verloren geht – Experten warnen vor solcher übereilter Hast.

„Auch wenn die Zeit knapp ist: Niemand sollte überstürzt und zu teuren Konditionen finanzieren, nur um in den Genuss der Eigenheimzulage zu kommen“, warnt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG. Ähnlich rät auch Stefan Diepenbrock, Sprecher des Eigentümerverbandes Haus und Grund in Berlin, von hastigen Entscheidungen ab: „Wir empfehlen keinen planlosen Ansturm auf die Eigenheimzulage, wenn die Finanzierung noch gar nicht steht.“

Im Gesamtkonzept einer Baufinanzierung macht die Eigenheimzulage nur den kleinsten Teil aus. Experten raten dazu, auf jeden Fall ausreichend Eigenmittel einzubringen. Der dickste Brocken ist in den meisten Fällen die Fremdfinanzierung über Hypotheken-, Bauspardarlehen oder andere Formen des Immobilienkredites. Interessenten sollten trotz Zeitknappheit ein Darlehen suchen, das zur ihrer Finanzsituation und zum Sicherheitsbedürfnis passt. „Konditionsvergleiche sind unerlässlich, sonst erübrigen sich die positiven Effekte durch die Eigenheimzulage“, meint Haselsteiner. Allein ein Zinsunterschied von 0,5 Prozent verteuere ein 160.000 Euro-Darlehen über die gesamte Laufzeit um mehr als 20.000 Euro. „Wer für die Finanzierung auf die Zulage angewiesen ist, sollte die Finger davon lassen“, meint der Interhyp-Vorstand.

„Der Wegfall von Steuervorteilen macht viele Betroffene blind und reizt zum Run auf den Schlussverkauf“, hat Thomas Bieler, Finanzexperte der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf, beobachtet. Doch gerade Immobilien sollten nicht zum falschen Zeitpunkt gekauft werden – und der könnte jetzt sein. Denn Anbieter werden die Chance nutzen, auch Ladenhüter zu vertreiben. Zudem ist die Eigenheimzulage in die gegenwärtigen Preise oft schon eingerechnet. Das heißt: Nach dem Jahreswechsel könnten die Immobilienpreise erst einmal sinken.

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