Finanzamt muss nicht immer 800 Euro Kinderzulage zahlen
Eigenheim: Strenge Voraussetzungen für Kinderzulage

Wer eine Immobilie zum Eigennutz erwirbt, erhält unter bestimmten Voraussetzungen Eigenheimzulage sowie für jeden Sprössling eine Kinderzulage. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen

Wer eine Immobilie zum Eigennutz erwirbt, erhält unter bestimmten Voraussetzungen Eigenheimzulage sowie für jeden Sprössling eine Kinderzulage. Letztere allerdings nur, wenn Kinder, die schon eine eigene Wohnung haben, mindestens sechs Wochen im Jahr im elterlichen Haushalt leben, entscheid nach Angaben der LBS-Bausparkasse der Bundesfinanzhof.

Im verhandelten Fall hatte ein Bauherren-Ehepaar drei Kinder. Die Tochter lebte im Haushalt der Eltern, die beiden Söhne studierten allerdings und hatten jeweils eine Studentenbude. Dennoch beantragten die Eltern für alle drei Kinder die Kinderzulage. Ihr Argument: Die Söhne gehörten noch zum Haushalt, denn sie übernachten immer wieder bei ihnen, weil sie zu Gesprächen bis in die späten Abendstunden dort blieben. Außerdem dürften sie ihre Wäsche zum Waschen bringen und würden verköstigt.

Doch diese Argumentation ließ der Bundesfinanzhof nicht gelten. Es könne zwar durchaus möglich sein, dass studierende Kinder mit eigener Wohnung noch zum Haushalt der Eltern gehörten. Doch um die Kinderzulage zu erhalten, müssten strenge Bedingungen erfüllt sein. So sei es nötig, dass der Nachwuchs länger als die übliche Urlaubszeit bei den Eltern zu Besuch ist. Das hätten die Eltern nicht schlüssig beweisen können. Das Finanzamt muss demnach keine Kinderzulage zahlen.

Bauherren und Immobilienkäufer erhalten die Eigenheimzulage, wenn das Eigenheim selbst genutzt wird und das Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Es wird acht Jahre lang jährlich bis zu 1.250 Euro Zulage gezahlt. Für jedes zum Haushalt gehörende Kind gibt es weitere 800 Euro jährlich.

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